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28.08.2009 12:12

Infektionen interdisziplinär bekämpfen: 100. Infektiologische Fallkonferenz an der Uniklinik Köln

Sina Vogt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Uniklinik Köln

    Die erste Fallkonferenz fand am 13. November 1998 statt und ist Teil der besonderen interdisziplinären Zusammenarbeit in Fragen der Infektionsmedizin an der Uniklinik Köln.

    Besprechungen schwieriger oder besonderer Krankheitsfälle zwischen verschiedenen Disziplinen sind eine bewährte und wichtige Form der medizinischen Weiterbildung und Qualitätssicherung. Gerade im Bereich der Infektionskrankheiten sind solche Falldiskussionen von großer Bedeutung, da hier meistens verschiedene Fachabteilungen betroffen sind. Nicht erst seit der Schweinegrippe wissen wir, dass Infektionskrankheiten weltweit auf dem Vormarsch sind. Prof. Edgar Schömig, Ärztlicher Direktor der Uniklinik Köln: "Es sind die Patienten, die davon profitieren, dass wir an der Uniklinik Köln so gut aufgestellt sind in der Infektionsmedizin. Zudem erhalten unsere Mediziner von morgen in Köln eine fundierte Ausbildung in diesem Bereich."
    Ein gutes Beispiel ist die Entzündung der Wirbelsäule (Spondylitis), eine Erkrankung, der man sich an der Uniklinik Köln mit besonderem Engagement widmet. Die Patienten haben oft eine lange Krankengeschichte mit Schmerzen und vielen Arztbesuchen hinter sich. Denn die Diagnose ist schwierig und erfordert eine intensive Zusammenarbeit zwischen Orthopäden und mikrobiologischem Labor. Für die gezielte Therapie, die in der Regel mehrere Monate dauert, muss dann ein Konzept zwischen Orthopäden, Mikrobiologen und Infektionsmedizinern aufgestellt werden.

    Diese Zusammenarbeit ist an der Uniklinik Köln in bundesweit einmaliger Form verwirklicht. Ein gemeinsamer infektiologischer Konsildienst der Klinik I für Innere Medizin (Prof. Gerd Fätkenheuer) und des Institutes für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene (Prof. Harald Seifert) steht allen Fachdisziplinen bei speziellen Fragestellungen zur Verfügung und gibt Empfehlungen zur Behandlung. Einmal im Monat werden die schwierigsten Fälle dann in einer Fallkonferenz vorgestellt und intensiv diskutiert. Professor Seifert, der Organisator dieser Konferenz, ist stolz darauf, dass diese Besprechung am 31. August 2009 bereits zum 100. Mal stattfindet.
    Für die Jubiläumsveranstaltung wurde ein besonders attraktives Programm zusammengestellt, das unter anderem auch einen historischen Fall, die Leidensgeschichte Gustav Mahlers an einer Herzklappenentzündung, enthält. "Das gibt es an keinem anderen deutschen Klinikum," sagt er.
    Professor P. Eysel, Chef der Orthopädie, unterstreicht die Bedeutung dieser Kooperation für die operativen Fächer: "Durch diesen intensiven Austausch können wir unseren Patienten die bestmögliche Behandlung zukommen lassen. Wir sind inzwischen deutschlandweit das größte Zentrum zur Behandlung von Patienten mit einer Wirbelsäulenentzündung."

    Für Rückfragen
    Univ.-Prof. Dr. Gerd Fätkenheuer
    Uniklinik Köln, Innere Medizin I
    E-Mail: gerd.faetkenheuer@uk-koeln.de

    Univ.-Prof. Dr. Harald Seifert
    Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene
    E-Mail: harald.seifert@uk-koeln.de

    Sina Vogt
    Leiterin Stabsabteilung Kommunikation Uniklinik Köln
    Telefon: 0221 478- 5548
    E-Mail: pressestelle@uk-koeln.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Medizin
    regional
    wissenschaftliche Weiterbildung
    Deutsch


     

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