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28.08.2009 11:11

Imagination und Evidenz. Transformationen der Antike im ästhetischen Historismus

Saskia Helin M. A. Referat Kommunikation
Klassik Stiftung Weimar

    Unter dem Titel "Imagination und Evidenz. Transformationen der Antike im ästhetischen Historismus" veranstaltet die Klassik Stiftung Weimar in Zusammenarbeit mit dem Sonderforschungsbereich 644 "Transformationen der Antike" der Humboldt-Universität zu Berlin vom 09. bis 11. September 2009 eine Tagung in der Villa Vigoni.

    Das Wissen über Geschichte und Kultur der Antike gehörte zum selbstverständlichen Bildungsbesitz des 19. Jahrhunderts. Durch den humanistischen Unterricht an Schulen, durch die großen Geschichtserzählungen des Historismus sowie durch populäre Anverwandlungen des Altertums in der Historienmalerei war die Antike als Medium der künstlerischen, kulturellen, politischen und philosophischen Selbstverständigung omnipräsent. In den Künsten führte die Allgegenwart und unbegrenzte Zitierbarkeit der Antike allerdings vielfach zu deren ideeller Aushöhlung, wie ein Blick auf die Literatur, Malerei und Architektur des späten 19. Jahrhunderts verdeutlicht.

    1811 hatte Goethe im Rückblick auf sein nur kursorisches "Studium der griechischen Sachen" während der Arbeit am "Iphigenie"-Stoff erklärt: "Das Unzulängliche ist produktiv". Mit diesem Diktum ist ein grundsätzliches Problem formuliert, das sich während des 19. Jahrhunderts in wachsendem Maße bei der ästhetischen Vergegenwärtigung des Altertums stellte: Literatur und Bildende Kunst bezogen sich nicht mehr imaginativ, sondern zunehmend mimetisch auf die Antike, indem sie die historischen und archäologischen Erkenntnisse ihrer Zeit intensiv verarbeiteten. Nicht selten avancierten die Künste in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu Speichern für altertumskundliches Wissen.

    Die Beiträge der Tagung beleuchten die Antikenrezeption des ästhetischen Historismus im Spannungsfeld zwischen einer rapide voranschreitenden Verwissenschaftlichung des Altertums und der Eigendynamik künstlerischer Entwicklungsprozesse.

    Die Tagung wird durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.


    Weitere Informationen:

    http://www.klassik-stiftung.de/forschung.html


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geschichte / Archäologie, Kulturwissenschaften, Kunst / Design, Philosophie / Ethik, Sprache / Literatur
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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