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Wissenschaft
Professor Frank Lehmann-Horn, Direktor des Instituts für Angewandte Physiologie der Universität Ulm und Ende Juni mit der Hertie-Senior-Forschungsprofessur Neurowissenschaften der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung ausgezeichnet, ist kürzlich in Washington mit dem Art-of-Listening Award der Genetic Alliance geehrt worden.
Die seit drei Jahren jährlich an einen Mediziner mit besonderen Verdiensten in der Patientenversorgung vergebene und bisher nordamerikanischen Preisträgern vorbehaltene Auszeichnung ist ihm bei der Jahrestagung der Genetic Alliance verliehen worden, einer US-amerikanischen Dachorganisation von mehr als 1000 Patientenselbsthilfegruppen, Kliniken und Forschungseinrichtungen, die sich um den intensiven Austausch zu genetischen Krankheiten und deren Behandlung bemühen.
Die Organisation würdigte damit die Verdienste des Ulmer Wissenschaftlers um Patienten mit muskulären Ionenkanalerkrankungen. Sie zeigen in unregelmäßigen Intervallen Muskellähmungen, die scheinbar grundlos auftreten und sich anschließend ganz oder teilweise wieder zurückbilden. Diese Krankheiten werden häufig als Konversionsneurosen missgedeutet und die Patienten zum Psychiater statt zum Neurologen überwiesen. Professor Lehmann-Horn, der sich in seinen Forschungsarbeiten seit Jahrzehnten intensiv mit der Muskelmechanik und -elektrik beschäftigt, habe sich "in besonderer Weise um diese Patientengruppe verdient gemacht", stellte die Genetic Alliance bei der erstmaligen Verleihung des Preises an einen deutschen Mediziner fest, Insidern zufolge umso bedeutender, als die Organisation hauptsächlich vom NIH (National Institutes of Health) finanziert wird und inhaltlich wie personell eng damit verknüpft ist.
Bei der Verleihung des Art-of-Listening Award an Professor Frank Lehmann-Horn in Washington: Sharon ...
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie, Medizin
überregional
Personalia
Deutsch

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