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04.09.2009 12:24

Schavan: "Gemeinsam in Europa gegen Tierkrankheiten"

Silvia von Einsiedel Pressereferat
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    BMBF fördert Europäische Forschungsoffensive für die Tiergesundheit / 16 europäische Länder beteiligen sich mit insgesamt 20 Millionen Euro

    Kein Tag vergeht ohne Berichte über die Neue Grippe, kein Tag ohne Warnungen vor Schäden für Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt. Die Neue Grippe führt uns die Folgen einer Influenza-Infektion deutlich vor Augen. Neben der direkten Ansteckung einer von Mensch zu Mensch übertragenen Viruserkrankung steigt durch Globalisierung und Klimawandel aber zunehmend auch die Gefahr, dass sich tierische Infektionserreger weiter ausbreiten und auf den Menschen übertragen werden. So sind die Folgen der Vogelgrippe für Nutztierbestände und deren Ansteckungspotential für den Menschen noch in akuter Erinnerung.

    "Die wirtschaftlichen Folgen von Infektionserkrankungen bei Nutztieren, aber auch die anhaltende Sorge um deren Übertragbarkeit auf den Menschen verdeutlichen, wie wichtig eine international konzertierte und schlagkräftige Forschung im Kampf gegen Tierseuchen ist", sagte am Freitag Bundesforschungsministerin Annette Schavan. Deshalb startet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zusammen mit 15 weiteren europäischen Partnern eine Forschungsoffensive im Kampf gegen Tierkrankheiten. 20 Millionen Euro sollen für europäische Forschungsprojekte zur Verfügung gestellt werden, dabei beteiligt sich Deutschland mit vier Millionen Euro.

    "Mit der neuen Forschungsoffensive wollen wir das Problem Tierseuchen bereits an der Wurzel anpacken", sagte Schavan. Im Rahmen von europäischen Forschungsprojekten sollen effiziente Methoden zur Überwachung von infektiösen Nutztierkrankheiten, Schutzmaßnahmen gegen die Einschleppung von Krankheitserregern sowie neue Impfstoffe und Antibiotika-Alternativen für Tiere entwickelt werden.

    Das neue europäische Netzwerk "European Research on Emerging and Major Infectious Diseases of Animals" (EMIDA) setzt dabei auf die Vorteile der internationalen Arbeitsteilung: Ziel ist es, die technologischen und wissenschaftlichen Kompetenzen der beteiligten Forschungspartner in Europa zu vernetzen und zu bündeln. Im Kampf gegen Tierkrankheiten bringen deutsche Forscherinnen und Forscher ihre Kompetenzen in gemeinsamen internationalen Projekten ein und erhalten gleichsam Zugang zum Know-how anderer europäischer Partner.

    Interessierte Forscherinnen und Forscher können bis Mitte November ihre Projektideen einreichen. Die Förderinitiative wird von der Europäischen Kommission unterstützt.

    Mehr Informationen unter www.emida-era.net sowie beim
    Projektträger Jülich (PtJ)
    Geschäftsbereich BIO
    Forschungszentrum Jülich GmbH
    Frau Dr. Petra E. Schulte
    Tel.: 02461 / 61 - 9031
    www.fz-juelich.de/ptj


    Weitere Informationen:

    http://www.bmbf.bund.de/press/2660.php


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Forschungsergebnisse, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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