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17.09.2009 21:15

FZI erprobt auf der INTERGEO 2009 die Messetauglichkeit dynamischer Mobile IT-Dienste

Vera Münch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Forschungszentrum Informatik

    Mobile Navigations- und Informationsdienste könnten in Zukunft auf großen Messen und Ausstellungen zur individuellen Besucherführung, zur automatisierten Zugangskontrolle, als Notfall-Leitsystem und für weitere Anwendungsfelder eingesetzt werden / Voraussetzung sind präzise Lokalisierungsverfahren auch für Innenräume sowie eine nahtlose technische Signalübertragung beim Wechsel zwischen Außengelände und Messehallen / Mobile IT-Lösungen aus dem FZI setzen auf WLAN-basierte Lokalisierung und Navigation in Gebäuden / INTERGEO als Testbett zur Erhebung realer Daten / Präsentationen in Halle 4, dm-arena, Stand 4.321

    Die Kongressmesse INTERGEO 2009, zu der von Dienstag (22.9.), bis Donnerstag (24.9.) circa 15.000 Fachleute für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement aus aller Welt in Karlsruhe erwartet werden, wird vom FZI Forschungszentrum Informatik als Testbett für Mobile IT-Navigations- und Informationsdienste genutzt. In Kooperation mit dem Messeveranstalter HINTE GMBH, Partner der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH KMK, erproben Wissenschaftler des FZI unter realen Bedingungen den Einsatz personalisierbarer mobiler Navigations- und Informationsdienste für Messen und Ausstellungen. Die Forschungsarbeiten und bereits entwickelte Mobile IT-Lösungen werden auf der INTERGEO auf dem Stand des FZI in Halle 4, dm-arena, Stand Nr. 4.321 vorgestellt. Unter anderem wird mit selbstfahrenden Personentransportern (Segways) ein System zur dynamischen Navigation von Person zu Person gezeigt, welches das FZI entwickelt hat. Präsentiert wird auch ein individueller mobiler Informations-Pushdienst (IIPS), der Dienstbezieher unterwegs standortbezogen mit Informationen versorgt. Das können zum Beispiel Antworten auf die Fragen sein: Wer stellt auf der Messe Produkte aus, die für mich interessant sind? Wo finde ich den Aussteller auf dem Gelände? Was wird auf dem Stand alles gezeigt und an welcher Ecke finde ich mein gesuchtes Produkt?
    Was die Wissenschaftler zur Erprobung der Praxistauglichkeit der Mobile IT-Dienste auf der INTERGEO 2009 tun, erklärt FZI-Bereichsleiter Dr. Oliver Bringmann: "Wir erheben Besucherströme und Datenströme und untersuchen ihre Auswirkungen auf die Verfahren zur Lokalisierung und Übertragung der Dienste. Außerdem testen wir inmitten des realen Messegeschehens den technischen Übergang von Indoor zu Outdoor sowie die Bereitstellung standortbezogener Informationen". Von der Untersuchung versprechen sie sich Informationen zur weiteren Entwicklung und Bereitstellung robuster Technologien zur Lokalisierung sich frei bewegender Personen (als Dienstebezieher) sowie zur zuverlässigen Ortung der von ihnen angestrebten Ziele in den Messehallen und auf dem Außengelände. Solche Mobile IT-Dienste könnten in Zukunft auf großen Veranstaltungen zum Beispiel zur individuellen Besucherführung, zur automatisierten Zugangskontrolle, zur Gebührenerhebung, als Notfall-Leitsystem und für weitere Zwecke eingesetzt werden.
    Die Voraussetzungen für die Bereitstellung derart robuster Mobile IT-Dienste sind eine präzise Indoor-Lokalisierung, eine korrekte Indoor-Navigation und ein nahtloser Übergang zwischen Indoor- und Outdoor-Navigation, wenn der Besucher zwischen Halle und Freigelände wechselt. Die FZI Wissenschaftler setzen hierfür auf die Verbindung Satelliten-basierter Lokalisierungstechnologien zur Navigation auf dem Freigelände und WLAN-basierter Ortung in Gebäuden. Das hat nicht nur den Vorteil einer größeren Genauigkeit bei der Indoor-Lokalisierung, sondern macht auch die Nutzung bereits vorhandener Messe-Infrastruktur sowie beliebiger WLAN-fähiger Endgeräte möglich.
    Wirtschaftlicher Hintergrund:
    Für innovative Mobile IT-Dienste eröffnen sich immer größere Marktchancen. Mobile Endgeräte wie Handys, PDAs, Notebooks u.ä. verbreiten sich weltweit in einem enormen Tempo. Parallel dazu arbeitet die Forschung permanent an der Weiterentwicklung der Verfahrenstechnik zur Lokalisierung beweglicher Objekte und der Verknüpfung der Positionsdaten mit beliebigen Informationen, die exakt zum aktuellen Bedarf des Dienstebeziehers passen. Mobile IT-Navigationsdienste für große Messe- oder Firmengelände verknüpfen beispielsweise den jeweils aktuellen Standort des Dienstebeziehers mit dem Lage- und Bebauungsplan des Geländes, dem Personalverzeichnis und dem Büro der Person, die man besuchen möchte, und leiten per Navigationsangaben nicht nur bis zur Bürotür, sondern direkt bis zur gesuchten Person.

    Informationen zur INTERGEO 2009
    http://www.intergeo.de/

    Weitere Informationen:
    FZI Forschungszentrum Informatik
    Haid-und-Neu-Str. 10-14
    76131 Karlsruhe
    Ansprechpartner: Dr. Oliver Bringmann
    Telefon:+49 721 9654 455
    E-Mail: bringmann@fzi.de
    Internet: http://www.fzi.de

    Vera Münch PR+TEXTE
    Telefon: +49 5121 82613 mobil: +49 171 38 25 545
    E-Mail: muench@fzi.de

    Über das FZI Forschungszentrum Informatik
    Das FZI ist eine Forschungseinrichtung des Landes Baden-Württemberg und der Universität Karlsruhe (TH) in der Rechtsform einer gemeinnützigen Stiftung bürgerlichen Rechts. Es hat die Aufgabe, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Informationstechnologie aus Informatik, Ingenieurwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen verfügbar zu machen. In Kooperationsprojekten und in Auftragsforschung entwickelt das FZI für seine Geschäftspartner Konzepte für betriebliche Organisationsaufgaben sowie Software- und Systemlösungen und setzt diese in innovative Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsprozesse um. Wissenschaftliche Exzellenz und Interdisziplinarität sind in der Organisation verankert: Für den Technologietransfer engagieren sich am FZI Professorinnen und Professoren, die an verschiedenen Fakultäten der Universität Karlsruhe (TH) und weiteren Universitäten Informatik und ihre Anwendungen erforschen.
    Das FZI ist Innovationspartner des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), das aus dem Zusammenschluss der Universität Karlsruhe (TH) mit dem Forschungszentrum Karlsruhe (FZK) entstanden ist.


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Elektrotechnik, Geowissenschaften, Informationstechnik
    regional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Pressetermine
    Deutsch


     

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