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18.09.2009 08:37

Vom Tomatenwurf bis zur ersten Kanzlerin: Textsammlung der Neuen Frauenbewegung für Lehre und Bildung

Dr. Josef König Pressestelle
Ruhr-Universität Bochum

    Wie Frauenbewegungen Politik und Gesellschaft verändert haben

    Die neuen Frauenbewegungen haben in den letzten 40 Jahren die Arbeit, Beziehungen und Politik nachhaltig verändert. Erst sie haben die Beteiligung der Frauen mit durchgesetzt, die heute weitgehend selbstverständlich erscheint. Um 1968 war es noch undenkbar, dass Mütter im Beruf stehen und Väter sich um Kinder kümmern oder dass im neuen Jahrtausend eine Bundeskanzlerin gewählt wird.

    Ein Quellenband, herausgegeben von Prof. Dr. Ilse Lenz (Lehrstuhl für Soziologie der RUB) in Zusammenarbeit mit den Landeszentralen für Politische Bildung in NRW, Berlin und Rheinland-Pfalz, stellt nun zusammen, was die neuen Frauenbewegungen gedacht und gemacht haben, um diese grundlegende Demokratisierung voranzubringen.

    Kerntexte der Debatten über 40 Jahre

    Das Buch ist die Kurzfassung einer 2008 veröffentlichten umfassenden Quellensammlung zu neuen Frauenbewegung, die rasch zum Standardwerk geworden ist. In der neuen Kurzfassung sind nun die Kerntexte der vielen spannenden Debatten von 1968 bis 2000 nachzulesen. Einige Diskussionen sind weiter hochbrisant, wie die um Vereinbarkeit von Familie und Beruf, um die Gleichstellung in Politik und Organisationen, die Forderungen der Migrantinnen oder die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Andere sind weitgehend vergessen und harren der Neuentdeckung: Dazu gehören die Debatten um das feministische Müttermanifest und um den Lohn für Hausarbeit, die feministischen Friedensansätze und schließlich die Sexualität, in denen Frauen mit Lust und Erotik experimentierten (und die das Klischee von der "verklemmten Feministin" widerlegen).

    Die Frauenbewegung: Ein unabgeschlossenes Projekt

    Die Frauenbewegung erweist sich als unabgeschlossenes Projekt von Frauen (und einigen Männern) aus verschiedenen Schichten, Kulturen und Lebenslagen - von Müttern, Arbeiterinnen, Lesben und Migrantinnen. Schwerpunkte bilden das Engagement in Bildung, Beruf, Politik, gegen Gewalt und in der Globalisierung. So eröffnet der Band einen einzigartigen Zugang zu den Kontroversen um Geschlecht und gesellschaftlichen Wandel in Deutschland seit 1968. Die Texte sind weiterhin aktuell angesichts der Debatten um die Zukunft der Arbeit, der Familie und des Friedens auf lokaler und globaler Ebene.

    Gedacht für Lehre, politische Bildung und Interessierte

    Die Sammlung ist gedacht für die Lehre an Universitäten und Schulen, für die politische Bildung und für interessierte Leser und Leserinnen. Ein Team von studentischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Lehrstuhl von Prof. Lenz hat sich an der Auswahl der Quellen beteiligt. Die Originaltexte sollen zu einer kritischen Auseinandersetzung mit den Neuen Frauenbewegungen beitragen.

    Titelaufnahme

    Die neue Frauenbewegung in Deutschland. Abschied vom kleinen Unterschied. Ausgewählte Quellen. Hg. von Ilse Lenz. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2009.
    ISBN 978-3-531-16764-0

    Bezug

    Der Band ist über den Buchhandel erhältlich, aber auch gegen eine kleine Pauschale bei der Landeszentrale für politische Bildung NRW, Berlin oder Rheinland-Pfalz zu bestellen (siehe: http://www.politische-bildung.nrw.de; http://www.landeszentrale-politische-bildung-berlin.de; http://www.politische-bildung-rlp.de).

    Weitere Informationen

    Prof. Dr. Ilse Lenz, Lehrstuhl für Soziologie / Soziale Ungleichheit und Geschlecht, Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-28413
    ilse.lenz@rub.de

    Redaktion: Meike Drießen


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


     

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