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18.09.2009 10:03

Erwin-Schrödinger-Preis geht an Jülicher Materialexperten - Auszeichnung für Implantat zur Behandlung von Bandscheibenschäden

Peter Schäfer Unternehmenskommunikation
Forschungszentrum Jülich

    Jülich/Berlin, 17. September 2009 - Während der Jahrestagung der Helmholtz-Gemeinschaft am Abend in Berlin nehmen Jülicher Wissenschaftler den diesjährigen mit 50 000 Euro dotierten Erwin-Schrödinger-Preis entgegen. Zusammen mit der Schweizer Medizintechnikfirma Synthes wurden sie für die Entwicklung eines innovativen Werkstoffs für Wirbelsäulenimplantate geehrt.

    http://www.fz-juelich.de/portal/index.php?cmd=show&mid=729&index=163

    Seit zehn Jahren zeichnen die Helmholtz-Gemeinschaft und der Stifterverband mit dem Erwin-Schrödinger-Preis wissenschaftliche und technische Projekte aus, die die Grenzen der Fachdisziplinen überschreiten. Prof. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, zu der das Forschungszentrum Jülich gehört: "Wir zeichnen diese Arbeit von Ingenieuren und Werkstoffwissenschaftlern deshalb aus, weil sie ein Verfahren aus der Brennstoffzellentwicklung für eine ganz andere Anwendung optimiert haben. Ihr gemeinsam mit der Industrie entwickeltes Implantat ermöglicht nun Patienten mit schweren Bandscheibenschäden ein schmerzfreies Leben."

    In diesem Jahr teilen sich den Preis Dr. Martin Bram, Dr. Hans-Peter Buchkremer und Prof. Dr. Detlev Stöver vom Jülicher Institut für Energieforschung sowie Dr. Thomas Imwinkelried vom Schweizer Unternehmen Synthes. Die Jülicher Materialexperten haben ein patentiertes Herstellungsverfahren entwickelt, um maßgeschneiderte Poren in Werkstoffen zu erzeugen, wie sie etwa bei Hochtemperatur-Brennstoffzellen in der Energietechnik eingesetzt werden.

    In enger Zusammenarbeit mit der Firma Synthes wurde das Verfahren für den Werkstoff Titan optimiert. Synthes ist Weltmarktführer für Osteosynthese-Produkte. Für medizinische Anwendungen sollen die Poren genau die richtige Größe haben, um Besiedlung durch Knochenzellen zu ermöglichen. Die benachbarten Wirbel verwachsen binnen kurzer Zeit mit dem porösen Implantat. So ersetzt das Implantat die defekte Bandscheibe und sorgt für Stabilität und Schmerzfreiheit. Trotz der hohen Porosität bleibt das Implantat auch unter starker dauerhafter und wiederholter Belastung intakt. Die Firma Synthes vertreibt die Implantate mit dem Jülicher Know-how unter dem Markennamen "PlivioPore".

    Prof. Achim Bachem, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich, gratulierte den Preisträgern. Er freue sich über den erneuten Beweis, dass innovative Impulse aus Jülich zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen. Mitarbeiter des Forschungszentrums Jülich erhielten bereits 2002 und 2005 den Schrödinger-Preis für die Effizienzsteigerung von Tensiden bzw. die Entwicklung eines neuartigen Hirnschrittmachers.


    Weitere Informationen:

    http://www.fz-juelich.de/portal/index.php?cmd=show&mid=729&index=163


    Bilder

    Poröses Titan dient als Ersatz für defekte Bandscheiben
    Poröses Titan dient als Ersatz für defekte Bandscheiben
    Quelle: Foschungszentrum Jülich

    Erfolgreich aus der Grunlagenforschung in die Anwendung: die Preisträger.
    Erfolgreich aus der Grunlagenforschung in die Anwendung: die Preisträger.
    Quelle: Foschungszentrum Jülich


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Energie, Medizin, Werkstoffwissenschaften
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


     

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