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Fachtagung zeigt großen Bedarf an innovativen Verfahren zur Gewinnung von jungen Frauen für den MINT-Bereich. Mit tasteMINT steht interessierten Hochschulen jetzt ein Potenzial-Assessment-Verfahren für Abiturientinnen zur Verfügung
Potenzial-Assessment-Verfahren haben sich als wirkungsvolles Instrument der Orientierung und Ermutigung durch die Ermittlung von Kompetenzen erwiesen. Mit tasteMINT kann dieses Verfahren nun speziell für die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) angewandt werden: Unter dem Motto "Probieren vor dem Studieren" können Abiturientinnen unter fachkundiger Beobachtung von speziell geschulten Assessorinnen/Assessoren ihre Potenziale für den MINT-Bereich ausprobieren und sich auf dieser Basis für ein Studienfach entscheiden. tasteMINT wird seit knapp zwei Jahren von LIFE e.V. und dem Verein "Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit" gemeinsam mit den durchführenden Hochschulen, der RWTH Aachen, der FU Berlin, der TU Dresden und der HAW Hamburg entwickelt und erprobt. Jetzt hat die Transferphase begonnen und interessierte Hochschulen sind aufgerufen, tasteMINT für ihre Studierendengewinnung einzusetzen.
Auf der Fachtagung am 17.09.2009 wurde Bilanz gezogen: Ergebnisse, Erfolge und mögliche Strategien zur nachhaltigen Einbindung von tasteMINT an den Hochschulen wurden dem anwesenden Fachpublikum präsentiert. Prof. Klaus Dicke, der Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz, wies in seinem Vortrag darauf hin, dass der stärkenorientierte Ansatz von tasteMINT neue Impulse für die Gewinnung junger Frauen für die MINT-Studienfächer gibt.
Deutlich wurde, dass tasteMINT zwar ein personalintensives dafür aber auch wirksames Instrument ist, um fachlich geeignete, aber in ihrer Entscheidung noch unsichere junge Frauen für ein MINT-Studium zu gewinnen. Der relativ hohe Personalbedarf hat sogar einen positiven Nebeneffekt - die Ausbildung und Arbeit als Assessorin/Assessor ist für Hochschulangehörige und Studierende eine qualifizierte Weiterbildung. So berichtete Prof. Christine Keitel-Kreidt, die Vizepräsidentin der FU Berlin, dass gerade deshalb tasteMINT in die Lehramtsausbildung an der FU Berlin integriert werden soll.
In der Diskussion am Nachmittag wurde das große Interesse der Tagungsteilnehmenden an neuen Verfahren zur MINT-Nachwuchsgewinnung deutlich: Viele Fragen betrafen einen möglichen Transfer auf andere Hochschulen oder Institutionen. Hierzu konnten vielfältige Erfahrungen ausgetauscht werden. Für weiterführende Gespräche stehen die Projektmitarbeiterinnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.
Die Ergebnisse der Tagung werden in Kürze auf der Website http://www.tastemint.de veröffentlicht.
Gefördert wird tasteMINT vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union. Das Projekt ist Teil des Nationalen Pakts für Frauen in MINT-Berufen.
Projektleitung:
Annemarie Cordes
LIFE e.V. | tasteMINT
Dircksenstr. 47
10178 Berlin
Fon: 030. 30 87 98 33
cordes@life-online.de
http://www.tastemint.de
Logos durchführende Organisationen und Förderinstitutionen
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Elektrotechnik, Informationstechnik, Maschinenbau, Mathematik, Physik / Astronomie
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Kooperationen
Deutsch

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