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Wissenschaft
Unter dem Motto "Darwin, Darwinismus und Pädagogik" findet an der Universität Koblenz-Landau, Campus Landau vom 5. bis 7. Oktober 2009 ein Symposium statt. Der Naturforscher Charles Darwin veränderte mit seiner Theorie nicht nur die Welt, er sorgte auch für lebhafte Diskussionen zwischen bibeltreuen Christen, insbesondere Vertretern des so genannten Kreationismus, und Anhängern der modernen Biologie, die bis heute andauern. Und: Darwins Evolutionslehre hat bereits damals wichtige Gegenstände pädagogischen Denkens berührt. Noch heute wirken seine Ansätze über die Entstehung der Arten und des Menschen auf die zeitgenössische Pädagogik und prägen auch das heutige Bild von Schule.
Dennoch hat die pädagogische Geschichtsschreibung dem Einfluss von Darwin und dem Darwinismus auf die zeitgenössische Pädagogik bislang nur wenig Beachtung geschenkt. Zwar gibt es einige Fallstudien z.B. zum Verhältnis von Darwinismus und dem Aufstieg der Reformpädagogik und der Kinderpsychologie oder auch zur Frage, ob Darwins Evolutionskunde in der Schule unterrichtet werden dürfe oder nicht. Eine Gesamtschau des Verhältnisses von Darwins Theorie, dem Darwinismus und dem zeitgenössischen pädagogischen Denken ist allerdings immer noch ein Desiderat. Das Landauer Symposium soll dazu beitragen, diese Forschungslücke etwas zu schließen. Auf dem Plan stehen beispielsweise Vorträge über "Darwin als Erzieher - Reformpädagogische Lektüre von Evolutionstheorien", "Die Anpassung der Arten und der amerikanische Pragmatismus" oder "Ernst Haeckel und das Bild des Darwinismus in der deutschen pädagogische Öffentlichkeit". Nähere Infos zum Tagungsprogramm stehen im Internet unter:
http://www.uni-koblenz-landau.de/landau/fb5/tagungen/darwintagung/darwintagungsprogramm
Die Wirkung von Darwins Evolutionskunde ist heute noch deutlich zu spüren - gerade im Jahr 2009, da die Welt das Darwinsche Doppeljubiläum feiert: Vor 200 Jahren erblickte der Begründer der modernen Evolutionsbiologie, Charles Darwin, das Licht der Welt, gleichzeitig jährt sich die Erstausgabe seines Hauptwerkes "On the Origin of Species" (deutsch: Die Entstehung der Arten) zum 150. Male. Und noch eineinhalb Jahrhunderte nach dem Aufstellen seiner Evolutionslehre führt diese vor allem im Spannungsfeld zwischen Religion und Wissenschaft noch immer zu lebhaften Kontroversen, angeführt von Vertretern des insbesondere in den USA stark vertretenen Kreationismus, sprich Verfechtern des biblischen Schöpfungsmodells. In Deutschland dagegen steckt die Kreationisten-Bewegung noch in den Kinderschuhen, aber auch hierzulande werden teilweise prominente Stimmen laut, die die Schöpfungsgeschichte auf dem Lehrplan des Faches Biologie sehen möchten.
Kontakt:
Florian Bernstorff
Geschäftsführung Bildungswissenschaften
Universität Koblenz-Landau, Campus Landau
Bürgerstraße 23; 76829 Landau
Tel.: 06341-906-350
E-Mail: bernstorff@uni-landau.de
http://www.uni-koblenz-landau.de/landau/fb5/tagungen/darwintagung/darwintagungsp...
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie, Pädagogik / Bildung
überregional
Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

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