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05.10.2009 11:51

27 Studierende bilden den ersten Ingenieurpädagogik-Jahrgang

Diplom-Übersetzerin (FH) Cornelia Mack Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing
Hochschule Esslingen

    Ab 1. Oktober werden in Esslingen wieder Lehrer für die beruflichen Schulen ausgebildet. Prof. Wolfgang Coenning begrüßte bei einem Sektempfang die ersten 27 Studierenden der Ingenieurpädagogik an der Hochschule Esslingen. "Mit dem Start des Wintersemesters wird in der langjährigen Geschichte der Pädagogik in Esslingen ein weiteres Kapitel aufgeschlagen", sagte der Studiengangleiter.

    (Esslingen) Prof. Coenning erinnerte in seiner Rede an die weit zurückreichenden Wurzeln der Pädagogik bis ins Jahr 1810. Damals war das evangelische Schullehrerseminar als erste Lehrausbildungsanstalt des Königreichs Württemberg per Generalverordnung ins Leben gerufen und mit den bereits bestehenden Schullehrerbildungsanstalten in Schwäbisch Hall und Öhringen vereinigt worden. Die "technischen" Wurzeln der Lehrerbildung lägen 57 Jahre zurück, erklärte Prof. Dr. Coenning und verwies auf das zusätzliche Werklehrerseminar, dass 1952 für bereits im Dienst stehende Lehrkräfte eingegliedert worden sei. Es gebe allerdings einen zweiten historischen Zweig der Pädagogik in Esslingen, sagte der Studiengangleiter. Er sei von den Lehrinhalten noch eher als Vorläufer der gestarteten Ingenieur- und Berufspädagogik zu sehen. Gemeint ist die Berufspädagogische Hochschule Esslingen, deren Umzug im Jahr 1977 von Stuttgart in die Flandernstraße erfolgte und dort bis 1988 angesiedelt war.

    Nach dem historischen Exkurs erinnerte Prof. Coenning die ersten Bachelor- und Master-Studierenden der Ingenieurpädagogik daran, dass sie "in sehr große Fußstapfen treten werden". Den Studierenden stünden viele Wege offen, erklärte der Studiengangleiter. Denn das Grundstudium unterscheidet sich nicht vom regulären Ingenieurstudium. Erst im vierten Semester werden einzelne Wahlfächer durch didaktische und pädagogische Inhalte ersetzt. Im fünften Semester folgen ein dreiwöchiges Berufsschulpraktikum und ein sechsmonatiges Praxissemester in einem Industriebetrieb. Der vielseitige Abschluss an der Hochschule Esslingen eröffnet den Absolventinnen und Absolventen gute berufliche Perspektiven in der Industrie. Außerdem besteht nach dem Master-Studiengang die Möglichkeit, als wissenschaftliche Lehrkraft an den beruflichen Schulen des Landes zu arbeiten.

    "Lehrer zu sein - in welchem Umfeld auch immer - ist kein Job sondern ein Beruf, eine Berufung. Das müssen sie sich immer wieder klarmachen", gab Prof. Coenning den Studierenden mit auf den Weg. Eine unzureichende Lehrerpersönlichkeit führe im Regelfall nicht nur zu Problemen mit den Lernenden, sondern auch zu Problemen mit der eigenen Gesundheit. "Die Beziehung zum Du führt über das Ich, sich selbst zu kennen, einzuschätzen, über eigene Verhaltensweisen zu reflektieren, natürliche Autorität zu haben, Vorbild und gleichzeitig authentisch zu sein, sind nur einige Stichworte die einen guten Lehrer ausmachen", beschrieb Prof. Coenning einen kleinen Leitfaden für Berufslehrer.

    Angeboten wird der Studiengang Ingenieurpädagogik in den drei Fachrichtungen Fahrzeugtechnik, Informationstechnik und Maschinenbau. Für die Master-Studierenden finden die didaktisch-pädagogischen Vorlesungen an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg statt, die Vorlesungen im Bachelor-Studium sind dagegen alle in Esslingen.

    (linke Gruppe: Studierende, 2. Reihe v. r.: Dekan der Fakultät Grundlagen, Dr. Jürgen Koch, 1. Reihe, 4. v. l. Volker Süssmuth, Handwerksammer Stuttgart, 1. Reihe rechts: OStD. Waldmar Futter, Rektor der Friedrich-Ebert- Schule in Esslingen und Landesvorsitzender des Berufsschullehrerverbandes BLV
    Rechte Gruppe v. l.: Prof. Walter Coenning, Prof. Dr. Gerd Schwab, stellvertretender Leiter des Staatlichen Seminars für Didaktik und Lehrerbildung (Berufliche Schulen) Stuttgart (SSDL (BS); Dr. Hermann Klinger, Festo

    Text und Bild: Michael Panzram


    Weitere Informationen:

    http://www.hs-esslingen.de/ingenieurpaedagogik


    Bilder

    Die Studierenden der Ingenieurpädagogik mit den Initiatoren des Studiengangs
    Die Studierenden der Ingenieurpädagogik mit den Initiatoren des Studiengangs
    Quelle: Michael Panzram


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Elektrotechnik, Informationstechnik, Maschinenbau, Pädagogik / Bildung, Werkstoffwissenschaften
    überregional
    Schule und Wissenschaft, Studium und Lehre
    Deutsch


     

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