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08.10.2009 14:16

Erfolgreiche Konferenz chinesischer und deutscher Hochschulpräsidenten an der Universität Tübingen

Michael Seifert Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Eberhard Karls Universität Tübingen

    Aufbau eines multilateralen Netzwerks deutsch-chinesischer Forschungskooperation

    Am 6. und 7. Oktober, tagte in Tübingen das 4. Sino-German University Presidents' Meeting. Die gemeinsam durch die Eberhard Karls Universität und die Tongji-Universität Shanghai ausgerichtete Veranstaltung führte Präsidenten, Vizerektoren und Vertreter der Abteilungen für internationale Kooperation von zehn chinesischen und neun deutschen Top-Universitäten zusammen, um gemeinsam mit den wichtigsten Förderorganisationen der beiden Länder über innovative Zukunftsstrategien für die Ausbildung und Forschung an den Universitäten zu beraten.
    Der Schwerpunkt der Konferenz lag auf der Präsentation und Diskussion von Gemeinschaftsprojekten zwischen deutschen und chinesischen Universitäten in führenden Bereichen der Spitzenforschung und der Ausbildung von exzellenten Nachwuchswissenschaftlern. Finanzielle Förderung erhielt die Tagung, wie bereits die vorangegangenen Meetings 2006 an der Peking Universität, 2007 an der Humboldt Universität zu Berlin und 2008 an der Tongji Universität, durch das Chinesisch-Deutsche Zentrum für Wissenschaftsförderung in Peking, eine Gemeinschaftsorganisation der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der National Science Foundation of China (NSFC).
    Nach der Vorstellung von vier exemplarisch ausgewählten deutsch-chinesischen Großprojekten der RWTH Aachen, Freien Universität Berlin, Universität Heidelberg und Universität Tübingen, Best Practice Studies der Peking-Universität und der LMU München, sowie Präsentationen der Förderorganisationen NSFC, DFG, Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD) und Alexander von Humboldt-Stiftung entschieden die Universitätsrektoren über Leitlinien für eine strategische Ausrichtung der Zusammenarbeit und über die Zukunft der gemeinsamen Meetings. Man kam überein, die bereits sehr aktive und breit gefächerte bilaterale Zusammenarbeit weiter zu intensivieren und dem Motto des Tübinger Meetings "Visions connect" folgend zu einem multilateralen Netzwerk unter Beteiligung weiterer chinesischer und deutscher Spitzenuniversitäten auszubauen. Dazu sollen die Präsidententreffen in zweijährigem Turnus weitergeführt werden, abwechselnd mit wissenschaftlichen Tagungen zu Fokusthemen von globaler Relevanz.
    Rektor Bernd Engler und sein Kollege Präsident Pei Gang von der Tongji-Universität betonten die herausragende Chance, die durch die Plattform der Meetings bestehe. In dem hierdurch gegebenen Rahmen und der freundschaftlichen Atmosphäre der Präsidententreffen sollten gemeinsam mit den Forschungs- und Bildungsministerien sowie den nationalen Institutionen für Forschungsförderung und akademischen Austausch strategische Entscheidungen getroffen werden, wie die deutsch-chinesische Zusammenarbeit unter den Aspekten der Gegenseitigkeit und der Nachhaltigkeit weiter vorangebracht und optimiert werden kann. Hauptziele bestünden, so die übereinstimmende Meinung der Rektoren, in der Intensivierung der Spitzenforschung, nicht allein in den Bereichen der Grundlagenforschung und Entwicklung in den Lebenswissenschaften und der Technologie, sondern auch in den Geistes- und Sozialwissenschaften, und in der Ausbildung und im Austausch von exzellenten Wissenschaftlern.
    Als Ergebnisse des Tübinger Meetings, dessen Organisation von allen Seiten hohe Anerkennung erfuhr, können festgehalten werden:
    - die gegenseitige Unterstützung der Universitätspräsidenten bei der Intensivierung der bilateralen und multilateralen Zusammenarbeit sowie der Einwerbung von Fördermitteln für Gemeinschaftsprojekte;
    - die Erhaltung und der Ausbau der durch die Sino-German University Presidents' Meetings gegebenen Plattform für deutsch-chinesische Kooperation und wissenschaftlichen Austausch zwischen den beteiligten Universitäten. Hier wurde eine grundsätzliche Offenheit gegenüber neu hinzutretenden Universitäten beider Länder signalisiert, die allerdings bestimmte Auswahlkriterien erfüllen müssten und deren Zahl begrenzt bleiben solle;
    - die Entscheidung über die verantwortlichen Universitäten beider Seiten für die nächsten Meetings: von chinesischer Seite bewarb sich erfolgreich die Huazhong University of Science and Technology (Wuhan), zu der als Partner von deutscher Seite die Technische Universität München hinzutrat. Unterstützung erhalten die beiden Universitäten auf deutscher Seite durch die LMU München und die Universität Freiburg, auf chinesischer Seite durch die Xi'an Jiaotong University und die Nanjing University; beratend sollen in den weiteren Entwicklungsprozess auch die großen Förderinstitutionen auf deutscher und chinesischer Seite (DFG, DAAD, NSFC und Chinese Scholarship Council) einbezogen werden.

    Bereits am Vortag des Treffens war ein neues Kooperationsabkommen zwischen der Fudan-Universität (Shanghai) und der Universität Tübingen von Rektor Bernd Engler und Präsident Yang Yuliang unterzeichnet worden, das erstmals in der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit vor allem die Forschungskooperation in den Fächern Philosophie, Sinologie und europäische und chinesische Geschichte betrifft. Am Rande des Meetings kam es außerdem zu mehreren Einzeltreffen, so etwa zwischen Rektor Engler und dem neuen Präsidenten der Peking-Universität, Zhou Qifeng, der erstmals Tübingen besuchte und mit dem über eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit dem Ziel einer "strategic partnership" gesprochen wurde.

    Kontakt:
    Dezernat für Internationale Angelegenheiten
    Dr. Karin Moser v. Filseck
    (Wissenschaftskooperation mit Ostasien)
    Tel.: (07071) 29-77353, Fax: (07071) 29-5989
    karin.moser[at]uni-tuebingen.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Kooperationen, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

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