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Wissenschaft
Zu einer Podiumsdiskussion "Wie werden Fremde Freunde?" lädt der Lehrstuhl Christliche Weltanschauung der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt am Mittwoch (13. Oktober 2009) um 19.30 Uhr in den Rathausfestsaal ein.
Der interkulturelle Dialog ist angesichts von Fremdenfeindlichkeit wichtig. Die Zielperspektive des interkulturellen Dialogs und der interkulturellen Verständigung ist es, Humanität zu befördern. Ist aber der interkulturelle Dialog als "Methode" der wechselseitigen Annäherung zwischen zwei oder mehreren Kulturen ausreichend, um die Barriere des wechselseitigen Fremdseins zu überwinden und ein humanes und friedvolles Zusammenleben zu befördern? Sind nicht auch grundlegende soziale Kompetenzen beim interkulturellen Lernen nötig, nämlich zu lernen, menschlich miteinander umzugehen und einen Dialog auf Augenhöhe zu führen?
Mit diesen und anderen Fragen beschäftigte sich im vergangenen Sommersemester ein interdisziplinäres Berufsfeldseminar zum Thema "Interkulturelle Dialogpraxis" an der Universität Erfurt unter Leitung von Martina Bär, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Christliche Weltanschauung der Katholisch-Theologischen Fakultät. Das Podium wird die im Seminar angestoßene Frage "Wie werden Fremde Freunde?" im Blick auf die konkrete Situation in Erfurt diskutieren: Inwiefern fördert die Stadt die Integration von Migranten und Migrantinnen? Wie tragfähig ist das Erfurter Integrationskonzept und was für ein Verständnis von Interkulturalität ist ihm zugrunde gelegt? Diese Fragen sollen sowohl aus praktischer als auch theoretischer Perspektive beleuchtet werden. Im Podium diskutieren apl. Prof. Dr. Thomas Göller vom Philosophischen Institut der Universität Karlsruhe, der einschlägige Arbeiten zum Thema Interkultureller Dialog aus hermeneutischer Perspektive verfasst hat, sowie der Vorsitzende des Ausländerbeirats in Erfurt José Manuel Paca, der die Perspektive der Migranten und Migrantinnen in Erfurt vertritt. Beate Tröster, Vorsitzende des Netzwerkes für Integration und Migration in Erfurt hat das Erfurter Integrationskonzept maßgeblich entwickelt und Anja Zachow, Vertreterin der "Naturfreundejugend Erfurt", organisiert die interkulturelle Wochen für Jugendliche Erfurts. Interessierte Erfurterinnen und Erfurter sind herzlich eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
regional
Buntes aus der Wissenschaft, Studium und Lehre
Deutsch

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