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13.10.2009 10:07

Afrikazentrum auf den Weg gebracht

Gunnar Bartsch Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
Julius-Maximilians-Universität Würzburg

    Forschungen mit Bezug zu Afrika laufen an der Universität Würzburg seit vielen Jahren, etwa in der Geographie, Biologie, Tropenmedizin, Chemie und Romanistik. Gestärkt werden diese Aktivitäten jetzt durch das neue, deutschlandweit bislang einzigartige Zentrum für Afrikaforschung.

    Alle zehn Fakultäten der Universität Würzburg sind am neuen Afrikazentrum beteiligt. Dadurch erreicht es eine sehr enge Verflechtung verschiedenster medizinischer sowie geistes- und naturwissenschaftlicher Projekte.

    "Eine derart große Interdisziplinarität wird von keinem anderen Afrikazentrum in Deutschland auch nur annähernd garantiert", so der Gründungssprecher Professor Gerhard Bringmann. Damit ergänze das neue Zentrum hervorragend die zumeist rein geisteswissenschaftlich ausgerichteten Afrikazentren an anderen deutschen Universitäten.

    Ziele des Afrikazentrums

    Forschungen koordinieren, die sich auf Afrika beziehen, die Wissenschaft bei der Projektverwaltung und der Einwerbung von Drittmitteln unterstützen, ein attraktives Lehrangebot für die Studierenden etablieren: Diese und weitere Ziele verfolgt das Afrikazentrum an der Uni Würzburg.

    Die Pflege wissenschaftlicher Kooperationen mit Kollegen in Afrika ist ebenfalls ein wichtiger Punkt auf der Agenda des Zentrums. Dazu gehört auch die Unterstützung von afrikanischen Universitäten beim Aufbau nachhaltiger Lehr- und Forschungskapazitäten.

    Das Afrikazentrum will darüber hinaus wissenschaftlich und gesellschaftspolitisch relevante Tagungen organisieren, einen Informationspool entwickeln und eine Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit schaffen. Hinzu kommen Beratungstätigkeiten, der Austausch mit thematisch verwandten Zentren und die Etablierung von Expertenprogrammen.
    Entwicklung durch partnerschaftliche Forschung

    Ein Herzensanliegen des Afrikazentrums ist es, dem Klischeebild von Afrika entgegenzuwirken, wie es in vielen Medien nach wie vor vermittelt wird. Dazu wollen seine Mitglieder differenzierte Informationen über Afrika verbreiten und Kooperationen mit Afrika effizient und auf Augenhöhe praktizieren. "Wir wollen Entwicklung durch partnerschaftliche Forschung", so Bringmann.

    Afrikakreis als Ausgangspunkt

    Etabliert hat sich das neue Zentrum durch die Aktivitäten des Afrikakreises, der 2006 an der Uni Würzburg gegründet wurde. Seitdem hat er sich mit großer Dynamik zu einem fächerübergreifenden Kreis von Forscherinnen und Forschern entwickelt, deren Arbeiten einen Bezug zu Afrika haben. Schnell ergaben sich daraus synergistische Effekte - etwa im Rachitis-Projekt, in dem Tropenmediziner und Geographen zusammenarbeiten und vielen erkrankten Kindern in Nigeria helfen konnten.

    In der Öffentlichkeit hat sich der Afrikakreis nicht nur durch seine stark beachteten Präsentationen auf den vergangenen zwei Africa-Festivals in Würzburg einen Namen gemacht, sondern auch durch eine Podiumsdiskussion und eine regelmäßige Vortragsreihe im Toscanasaal der Residenz. Organisiert wurden diese Aktivitäten von Minnattallah Boutros beziehungsweise von Karin Sekora.

    Hochschulrat stimmt Gründung zu

    Warum der Afrikakreis die Einrichtung eines interdisziplinären Afrikazentrums beantragt hat? "Das Zentrum soll den Ausgangspunkt für verstärkte afrikabezogene Aktivitäten bilden, wie sie weder die einzelnen Arbeitsgruppen noch der Afrikakreis in seiner bisherigen Form leisten können", sagt Bringmann.

    Auf Antrag des Afrikakreises hat die Hochschulleitung der Universität Würzburg die Einrichtung des Afrikazentrums beschlossen; der Hochschulrat hat zugestimmt. Realisiert wird das Zentrum nun in Form einer Zentralen Wissenschaftlichen Einrichtung der Universität.

    Kontakt: Professor Gerhard Bringmann, T (0931) 31-85323, bringman@chemie.uni-wuerzburg.de


    Weitere Informationen:

    http://www.afrikakreis.uni-wuerzburg.de/ - Die Homepage des Afrikakreises


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Forschungsprojekte, Organisatorisches
    Deutsch


     

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