idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
14.10.2009 13:32

Unkonventioneller Bauingenieur

Ursula Zitzler Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universität Stuttgart

    Konstruktion und Gestalt - Symposium zum 75. Geburtstag von Jörg Schlaich

    Jörg Schlaich, einer der bedeutendsten deutschen Bauingenieure unserer
    Zeit, feiert am 17. Oktober 2009 seinen 75. Geburtstag. Aus diesem Anlass
    organisiert das Institut für Leichtbau, Entwerfen und Konstruieren der
    Universität Stuttgart am 6. November ein Symposium. Die Beiträge nähern sich nicht nur aus verschiedenen Perspektiven dem Beruf und dem Wirken des Bauingenieurs, sondern werfen auch einen Blick zurück auf das Arbeiten und Schaffen von Jörg Schlaich als Leiter des Instituts für Entwurf und Konstruktion II der Universität Stuttgart. Zu den Rednern gehören unter anderem die Professoren Volkwin Marg (gmp, Hamburg), Dr. Werner Sobek (Universität Stuttgart), Dr. Claus Dreyer (Fachhochschule Lippe) sowie Dr. Karl-Eugen Kurrer (Berlin).

    Jörg Schlaich, Emeritus der Universität Stuttgart sowie Gründer und Mitinhaber des Ingenieurbüros Schlaich, Bergermamm und Partner, ist weltweit für seine unkonventionellen Ingenieurbauwerke bekannt. Filigrane Fußgängerbrücken, hohe Stahltürme und aufwändige Seilnetzkonstruktionen, mit denen er architektonisches Neuland betrat, gehören zu seinen Arbeiten. Sein vielseitiges, international beachtetes Lebenswerk wurde im Dezember 2002 mit dem Siemensring, der höchsten deutschen Auszeichnung für bedeutende Persönlichkeiten der technischen Wissenschaften gewürdigt. Zu Schlaichs bekanntesten Bauwerken gehört das Dach des Münchner Olympiastadions. Hier war der Bauingenieur Co-Konstrukteur und entwickelte dann das Konzept der vorgespannten Seilnetzkonstruktion weiter. Seine Ideen wurden bei unzähligen Hallen, Sportstadien und Dächern aller Art verwirklicht. Mit dieser Technologie, die sich weltweit bei Großdächern durchsetzen konnte, hat Schlaich der deutschen Ingenieurwissenschaft international großes Ansehen verschafft.

    Innovative Ideen hat Schlaich auch auf dem Gebiet vorzuweisen, das er an
    der Universität Stuttgart lehrte: Dem Stahlbeton- und Spannbetonbau. So
    wandte er sich schon früh gegen klobig wirkende und wenig ästhetische
    Betonbrücken und entwarf stattdessen rund 30 filigran wirkende
    Fußgängerbrücken, meist mit vorgespannten Seilelementen. Aber auch
    Großbrücken hat er geplant, berechnet und konstruiert: So zum Beispiel
    die Ting Kau-Brücke in Hongkong (Fertigstellung 1999), eine
    Schrägkabelbrücke mit 1.177 Metern Länge mit drei Pylonen von bis zu 195
    Metern Höhe und mit Hauptspannweiten von 475 und 448 Metern. Diese
    Brücke ist nicht nur technisch eine große Leistung, sie stellt auch
    ästhetisch einen neuen Maßstab im Großbrückenbau dar.

    Symposium "Konstruktion und Gestalt"
    Zeit: 6. November 2009,14.00 bis 19.00 Uhr
    Ort: Campus Vahingen der Universität Stuttgart, Pfaffenwaldring 7, Raum 7.03
    Der Eintritt ist frei.

    Weitere Informationen bei Henning Dürr unter Tel. 0711/685-63905, e-mail: <henning.duerr@ilek.uni-stuttgart.de


    Bilder

    Prof. Jörg  Schlaich
    Prof. Jörg Schlaich
    Quelle: Universität Stuttgart


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Bauwesen / Architektur
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).