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19.10.2009 11:09

Forschung "für den Untergrund": Größtes Tunnelbauprojekt der Welt präsentiert Ergebnisse

Mag. Alice Senarclens de Grancy Büro des Rektorates - Medienarbeit
Technische Universität Graz

    Die Vision einer Stadt ohne Autos, in der Feinstaub und Lärm unter die Erde verbannt sind und stattdessen Parks als grüne Oasen den Menschen Erholung bieten, stand am Anfang des Projekts. Im Rahmen von TUNCONSTRUCT (Technology Innovation in Underground Construction) entwickelten 41 Partner aus 11 Staaten unter Federführung des Instituts für Baustatik der TU Graz neue Ideen bis hin zu anwendungsreifen Prototypen. So wurde etwa ein neues Simulationswerkzeug für den Tunnelbau entwickelt, Tunnelbaumaschinen verbessert oder ein System für die Überwachung der Bauphase mit Glasfaserkabeln konzipiert. Das Finale des vier Jahre dauernden Projekts feiern die Forscher am 20. Oktober in Graz.

    "Zeit und Kosten beim Bau sparen und gleichzeitig das Risiko in der Bauphase minimieren, um letztlich die Lebensqualität der Europäer zu erhöhen", fasst Gernot Beer vom Institut für Baustatik der TU Graz die zentralen Zielsetzungen des Projekts TUNCONSTRUCT zusammen. Das ist den Forschern in vielen Bereichen gelungen, jedenfalls stehen nun zu Projektende zahlreiche Prototypen an der Schwelle zur Anwendung.

    Innovationen von der virtuellen Realität bis zur Robotik

    Beer und sein Team, das für die Koordination des Großprojekts verantwortlich zeichnet, entwickelte etwa ein benutzerfreundliches Simulationswerkzeug für den Tunnelbau. Forscher-Kollegen aus Frankreich messen Setzungen des Erdreichs mit Hilfe von Glasfaserkabeln und verbessern so die Sicherheit in der Bauphase. Vermehrt sollen künftig Roboter für Wartungsarbeiten in Tunnels zum Einsatz kommen; diese müssen dann nicht mehr gesperrt werden, der Verkehr kann ungehindert fließen. Und auch im Hinblick auf die Optimierung von Baumaschinen gibt es neue Erkenntnisse.

    Graz als europäisches Tunnelbau-Kompetenzzentrum

    Es ist ein Projekt der Superlative, das der Grazer Baustatiker Gernot Beer vier Jahre lang koordiniert hat: "Nicht nur im Hinblick auf die Zahl der Partner, auch im Hinblick auf die Projektsumme war TUNCONSTRUCT das größte Forschungsprojekt der Welt zum Thema unteririsches Bauen", zieht Beer Bilanz. Insgesamt beteiligten sich Partnern aus elf Staaten der EU an der Forschungsinitiative mit einem Projektvolumen von rund 26 Millionen Euro.

    Bildmaterial bei Nennung der angeführten Quellen honorarfrei verfügbar unter
    http://www.presse.tugraz.at/webgalleryBDR/data/tunnel/index.htm

    TUNCONSTRUCT - Abschlussveranstaltung
    Zeit: Dienstag, 20. Oktober 2009, 14 Uhr
    Ort: Graz, Dom im Berg

    Nähere Information:
    http://www.tunconstruct.org

    Abschlussbericht zu TUNCONSTRUCT:
    http://www.tunconstruct.org/tcstatic/tunconstruct_going_undergound.pdf

    Rückfragen:
    O.Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Gernot Beer
    Institut für Baustatik
    Email: gernot.beer@tugraz.at
    Tel: +43 (0) 316 873 6180
    Mobil: +43 (0) 664 344 2930


    Bilder

    Eine Vision am Weg zur Realität: Unter der Erde fließt der Verkehr, an der Oberfläche gibt es Grünflächen für die dort lebenden Menschen
    Eine Vision am Weg zur Realität: Unter der Erde fließt der Verkehr, an der Oberfläche gibt es Grünfl ...
    Quelle: DRAGADOS/TUNCONSTRUCT

    Virtuelle Methoden am Vormarsch: So sieht eine Datenbrille aus, die dem Tunnelbauer wichtige Informationen liefert
    Virtuelle Methoden am Vormarsch: So sieht eine Datenbrille aus, die dem Tunnelbauer wichtige Informa ...
    Quelle: VRVIS/TUNCONSTRUCT


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Bauwesen / Architektur, Geowissenschaften, Informationstechnik, Umwelt / Ökologie, Verkehr / Transport
    überregional
    Forschungsergebnisse, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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