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20.10.2009 09:48

Verstärkung für Dresdner Diabetes-Forschung

Katrin Boes M. A. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden

    Experte für die Regeneration von Zellen der Langerhansschen Inseln nimmt Forschung am DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien der TU Dresden auf. Förderung in Millionenhöhe durch das Emmy Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

    Der Diabetes-Forscher Dr. Stephan Speier verstärkt seit kurzem als neuer Forschungsgruppenleiter das Team des DFG-Forschungszentrums für Regenerative Therapien an der TU Dresden (CRTD). Speier erforscht, unter Verwendung neuester Techniken, in lebenden Organismen das Regenerationspotential der insulinproduzierenden Inselzellen der Bauchspeicheldrüse. Dies ermöglicht erstmalig die Beobachtung des komplexen und interaktiven Regenerationsprozesses der Inselzellen. Fehlende oder nicht ausreichend funktionierende Inselzellen sind die Ursache von Diabetes Typ 1 und 2. Dr. Speier ist nach Prof. Ezio Bonifacio der 2. Diabetes Experte am CRTD. Bonifacio beschäftigt sich mit der Prävention von Diabetes Typ 1 bei Kleinkindern.

    Gefördert wird Dr. Stephan Speier durch das Emmy Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Dieses Programm ermöglicht jungen Nachwuchswissenschaftlern eine frühe wissenschaftliche Selbstständigkeit und versucht dadurch auch gezielt herausragende junge Wissenschaftler aus dem Ausland zurückzugewinnen. Diese Wissenschaftler können sich durch die eigenverantwortliche Leitung einer Nachwuchsgruppe für wissenschaftliche Leitungsaufgaben qualifizieren, insbesondere als Hochschullehrer. Mit der Unterstützung des Emmy Noether-Programmes kann Dr. Speier ein für seine Anforderungen besonders konfiguriertes, Multiphotonenmikroskop installieren. "Mit diesem Mikroskop sind detaillierte Aufnahmen von Regenerationsprozessen in lebenden Mäusen möglich. Man kann den Inselzellen beim Nachwachsen quasi zuschauen", so Dr. Speier.

    Diese Methode erlaubt zum ersten Mal eine Untersuchung der Regenerationsvorgänge über eine lange Zeitspanne hinweg. Speier entwickelte diese Methode in den vergangenen Jahren gemeinsam mit Kollegen am schwedischen Karolinska Institut und dem Diabetes Research Institute in den USA und wird sie nun erstmalig in Deutschland am CRTD etablieren. Sein Ziel ist, das Gewebe der Bauchspeicheldrüse dazu anzuregen, sich kontrolliert zu regenerieren. "Eine Möglichkeit besteht darin, zu versuchen die Inselzellen durch bestimmte Proteine dazu anzuregen sich zu vermehren. In einer zweiten Variante wollen wir andere Zellen dazu motivieren, sich in Inselzellen umzuwandeln", erklärt Stephan Speier. Mit seiner Forschung kann Dr. Speier dazu beitragen, eines Tages die fehlenden oder geschädigten insulinproduzierenden Zellen bei Diabetes Patienten wieder nachwachsen zu lassen.

    Kontakt für Journalisten:
    Katrin Boes, Pressesprecherin CRTD
    Tel.: 0351 463 40347, E-Mail: katrin.boes(at)crt-dresden.de

    Stephan Speier, Forschungsgruppenleiter am CRTD
    Tel.: 0351 448 6008, E-Mail: stephan.speier(at)crt-dresden.de


    Weitere Informationen:

    http://www.crt-dresden.de DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden


    Bilder

    Dr. Stephan Speier
    Dr. Stephan Speier
    Quelle: Autor: CRTD/Katrin Boes


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Medizin
    regional
    Personalia
    Deutsch


     

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