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Wissenschaft
Aufklärungskampagne der Deutschen Herzstiftung
(Frankfurt am Main, 26. Oktober 2009) Viele, besonders ältere Menschen kommen außer Atem, wenn sie Treppen hinauf oder bergan gehen, oder wenn sie zum Bus oder zur Straßenbahn rennen wollen. Das nimmt man meist ungefragt hin, selbst wenn sich zusätzlich Schwellungen an den Unterschenkeln und Gelenken zeigen und sich eine allgemeine Müdigkeit einstellt.
Atemnot, Müdigkeit, Flüssigkeitseinlagerungen an Unterschenkel, Gelenken und im Bauch sind aber Symptome einer ernsten Krankheit, der chronischen Herzschwäche. "Herzschwäche bedeutet", sagt Professor Michael Böhm, Universitätsklinikum des Saarlandes, Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung, "dass das Herz nicht mehr in der Lage ist, den Körper ausreichend mit Blut, Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Zunächst macht sich das ganz unspektakulär nur bei körperlichen Anstrengungen, beispielsweise beim Treppensteigen bemerkbar. Aber wenn die Herzschwäche fortschreitet, kommt es zu einschneidenden Beschwerden, schließlich kann der Patient kaum noch das Bett verlassen und die Herzschwäche bedroht sein Leben.
Jeder, der unter Atemnot leidet, soll den Arzt aufsuchen, um zu klären, ob es sich um eine Herzkrankheit handelt. Denn heute gibt es wirkungsvolle Therapien gegen die Herzschwäche, aber sie muss erkannt werden."
Für den Hausarzt sind Schwellungen an den Unterschenkeln und Gelenken, auch Rasselgeräusche in der Lunge Hinweise auf eine Herzschwäche. "Wenn auch nur der geringste Verdacht auf eine Herzschwäche besteht, hat der Hausarzt die Aufgabe, den Patienten an einen Kardiologen zu überweisen", sagt Prof. Böhm, "damit die Herzschwäche sicher diagnostiziert und behandelt werden kann. Leider kommt es immer wieder vor, dass die Überweisung zum Facharzt unterbleibt. Je früher eine Herzschwäche behandelt wird, desto größer sind die Chancen sie wirksam zu bekämpfen."
Ausführliche Informationen zur Herzschwäche gibt es unter www.herzstiftung.de.
22/2009
Informationen:
Deutsche Herzstiftung e.V.
Pressestelle
Dr. Klaus Fleck / Pierre König
Tel. 069/95 51 28-140
Fax: 069/95 51 28-345
E-Mail: koenig@herzstiftung.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer
Deutsch

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