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29.10.2009 10:50

Feierliche Erweiterung der Kunststiftung Karl Oppermann an der Hochschule Harz (FH)

Dipl.-Kfm. (FH) Andreas Schneider Pressestelle
Hochschule Harz, Hochschule für angewandte Wissenschaften (FH)

    Genau vor einem Jahr wurde die "Stiftung Karl Oppermann" an der Hochschule Harz (FH) eingerichtet und ist bis zum heutigen Zeitpunkt die einzige Kunststiftung an einer Fachhochschule im Lande. "Das, was bleibt, wenn sich alles um uns herum verändert" beschreibt Hochschul-Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann in seiner Eröffnungsrede Sinn und Nutzen einer Stiftung. Viele Freunde, Förderer und Gäste kamen am Mittwoch, dem 28. Oktober 2009, zur Stiftungserweiterung in die Bibliothek im Gebäude "Papierfabrik" der Hochschule Harz und bewunderten den künstlerischen Neuzugang. Das von Prof. Karl Oppermann geschaffene Triptychon "Afrikanische Tragödie", bereits in Brüssel und auf der Nord Art zu sehen, schmückt ab sofort neben den fünf anderen gestifteten Kunstwerken die Bibliothek und verleiht dieser eine einmalige Atmosphäre. Hochschul-Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann verband mit der Schenkung die Hoffnung, dass die Kunst die Studierenden inspirieren und zum Nachdenken anregen soll; insbesondere mit Blick auf soziale Aspekte, die in den Werken von Prof. Karl Oppermann eine ganz besondere Rolle spielen.

    In seiner Festrede interpretierte Dr. Christian Juranek, Museumsleiter und Geschäftsführer der "Schloß Wernigerode®" GmbH die drei Teile der "Afrikanischen Tragödie" - der "Teneriffa Transfer" wird von den Leinwänden "Die roten Kreuze" und "Wer schafft es?" umrahmt und schildert die Leiden afrikanischer Flüchtlinge an Land, sowie als Gefangene stürmischer Wellen. Dr. Juranek konstruierte eindrucksvoll Szenarien griechischer Mythen zu der dargestellten Thematik und zog einen Vergleich mit Jason und seinen Argonauten auf der Suche nach dem Goldenen Vlies, sinnbildlich für die Suche nach einem neuen Lebensziel. Das Gemälde zeigt "Verwandlungen von Hunger in Flucht, von Flucht in Elend und über allem steht das Symbol der Suche nach einem besseren Leben", so der Wernigeröder Schloßchef.

    Den lockeren Teil des Festaktes eröffnete Prof. Karl Oppermanns erneute Lesung aus dem bislang noch unveröffentlichten dritten Teil seiner "Erinnerungen". Mit seinem Charme und der intensiven Stimme, der man sich nicht entziehen kann, verriet Karl Oppermann den Zuhörern Details aus seinem Leben. Der 1930 geborene Wernigeröder verbrachte 46 Jahre seines Lebens in der Metropole Berlin, um sich dann im beschaulichen Harzer Veckenstedt niederzulassen. Seine Erzählungen reichen von seinen Kindertagen über das bewegte Studentenleben hinweg bis in die Gegenwart. Mit dem Malkasten mit Messingbeschlägen zum Kindergeburtstag begann die Reise, führte über ein giftig leuchtendes Saturn-rot nach Rom zum Arsen-versetzten Schweinfurter Grün. Er ließ die Gedanken über den Sherlock Holmes der Klingeldrähte schweifen und war dann doch wieder ganz der Maler bei einer Geburtstagsparty in Berlin mit dem farbigen Motto "Blau" - vom Begrüßungscocktail mit Curacao und Blaubeerkuchen bis zum blauverfärbten Toilettenwasser.

    Doch das Leben hat nicht nur seine Annehmlichkeiten. In den Nachrichten erfuhr Prof. Karl Oppermann von den Flüchtlingsdramen und dem menschlichen Elend. Seine tiefe Betroffenheit und seinen Frust über die zögerliche Politik visualisierte er in den Bildern der "Afrikanischen Tragödie", denn er sieht sich "in der Pflicht, Missstände zu benennen, Kritik laut zu äußern, auch wenn das nicht immer opportun ist".

    Eine stimmungsvolle Umrahmung des Festaktes bildete das Flötenspiel von Cordula Klapötke und Kornelia Schaller von der Kreismusikschule Harz. Bei einem Glas Wein und Canapées ließ man den gelungenen Abend in geselliger Runde ausklingen.


    Weitere Informationen:

    http://www.hs-harz.de


    Bilder

    Festakt anlässlich der Erweiterung der "Stiftung Karl Oppermann" in der Bibliothek der Hochschule Harz (FH) am Standort Wernigerode
    Festakt anlässlich der Erweiterung der "Stiftung Karl Oppermann" in der Bibliothek der Hochschule Ha ...


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Organisatorisches
    Deutsch


     

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