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09.11.2009 15:26

Die Verbindung von Wissenschaft und Entwicklung - auf Spurensuche in Afrika

Thomas Richter Pressestelle
Humboldt-Universität zu Berlin

    11. und 12. November 2009: Albrecht Daniel Thaer Kolloquium der Humboldt-Universität und Heinrich-Böll-Stiftung Berlin

    Steigende Unterernährung, mangelnde Versorgung mit elementarer Infrastruktur, Zerstörung von natürlichen Ressourcen und fortwährende Kriege - damit wird das gegenwärtige Afrika oft in Zusammenhang gebracht. Internationale Verpflichtungen wie die Millenium Development Goals und umfangreiche entwicklungspolitische Hilfen haben bisher nicht die erhoffte Abhilfe geschaffen. Über die Ursachen und Ansätze zur nachhaltigen Lösung solcher Probleme diskutieren internationale TeilnehmerInnen aus Wissenschaft, entwicklungspolitischer Praxis und Zivilgesellschaft beim diesjährigen Albrecht Daniel Thaer Kolloquium 2009 an der Humboldt-Universität zu Berlin.

    Albrecht Daniel Thaer Kolloquium 2009
    "Exploring the Nexus of Science, Development and the Quest for Africa"
    Humboldt-Universität zu Berlin
    11. und 12. November 2009

    Eröffnungsvortrag: Professor Daniel W. Bromley
    "Bismarck, the Scramble for Africa, and Development denied:
    A Pragmatist confronts History"
    Mittwoch, 11. November 2009 um 17:00 Uhr
    Festsaal der Humboldt Graduate School, Luisenstraße 56, 10115 Berlin, 1. Stock

    Auf der vom Fachgebiet Ressourcenökonomie veranstalteten Tagung werden die für Afrika bis heute äußerst problematischen Folgen der 1894 von Reichskanzler Bismarck organisierten Berliner Konferenz ("Kongokonferenz") diskutiert.
    Professor Daniel W. Bromley wird in seinem Vortrag über die letzten 125 Jahre afrikanischer Geschichte und die Wirkung des Kolonialismus auf heutige Strukturen afrikanischer Staaten reflektieren um Ausblicke in die Zukunft aufzeigen. Er ist Anderson-Bascom Professor für Angewandte Ökonomie an der Universität Wisconsin und argumentiert als einer der weltweit führenden Institutionenökonomen, dass der Kolonialismus die Struktur und die Funktionsweise afrikanischer Staaten und ihrer Ökonomien bis heute beeinflusst. Bromley diskutiert Handlungs- und Politikempfehlungen und spart auch die Wissenschaft als Ursache des fortwährenden entwicklungspolitischen Misserfolges nicht aus. Er forscht seit drei Jahrzehnten zu Problemen der wirtschaftlichen Entwicklung in verschiedenen Teilen Afrikas und ist als Berater von Weltbank, nationalen Regierungen und OECD tätig. Derzeit ist Bromley "Visiting Professor" am Fachgebiet Ressourcenökonomie der Humboldt Universität, an dem sich WissenschaftlerInnen mit den institutionellen Voraussetzungen von nachhaltiger Entwicklung auseinandersetzen.

    An den Eröffnungsvortrag schließt sich am 12. November 2009 ein internationaler Workshop in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin (Schumannstr. 8, 10117 Berlin) an, bei dem die Implikationen der Thesen von Daniel W. Bromley diskutiert werden. Inwieweit verfügen beispielsweise Geberorganisationen über die entwicklungspolitische Ansätze, den geforderten strukturellen Wandel zu begleiten? Welche Forschungsschwerpunkte sind dazu notwendig und mit welchen Ansätzen sollten diese bearbeitet werden? Im Anschluss werden sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit einem Positionspapier an die Öffentlichkeit wenden. Darüber hinaus soll eine Agenda für zukünftige Forschungstätigkeit in diesem Feld entwickelt werden.

    Die Vertreter der Presse sind herzlich zu der Tagung eingeladen.

    WEITERE INFORMATIONEN:
    Jes Weigelt
    Humboldt-Universität zu Berlin - Landwirtschaftlich-Gärtnerische Fakultät
    Fachgebiet Ressourcenökonomie
    Philippstraße 13, Haus 12
    10099 Berlin
    Tel.: 030 2093-6225
    Mail: jes.weigelt@agrar.hu-berlin.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Religion, Tier / Land / Forst, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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