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23.11.2009 11:27

Die Studiengänge der Pflege - seit zehn Jahren eine Erfolgsgeschichte an der Hochschule Esslingen

Diplom-Übersetzerin (FH) Cornelia Mack Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing
Hochschule Esslingen

    Mit einem Festakt hat die Hochschule Esslingen am vergangenen Freitag das zehnjährige Jubiläum der Pflegestudiengänge gefeiert. Seit dem Wintersemester 1999/2000 können Studierende ihren akademischen Abschluss im Bereich Pflege/Pflegemanagement in Esslingen erwerben, bereits ein Jahr später kam die Pflegepädagogik hinzu. Das Angebot vervollständigt der Bereich Pflegewissenschaften, der heute als Masterstudium angeboten wird. Die anderen beiden Studiengänge sind Bachelor-Studiengänge.

    "Das war keine Selbstverständlichkeit. Wir mussten sehr darum kämpfen" blickt Prof. Christine Köckeritz, Dekanin der Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege, auf die späten 90er-Jahre zurück. In anderen Bundesländern wurden schon länger Führungskräfte für den Pflegebereich an Hochschulen ausgebildet, während sich Baden-Württemberg auf nebenberufliche Fortbildungen beschränkte. Weil das Land zunächst keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung stellte, wurden Studienplätze aus dem Studiengang Soziale Arbeit in den Bereich Pflege umverteilt. Erste berufene Professorin und damit Mitbegründerin der Pflegestudiengänge in Esslingen war Prof. Astrid Elsbernd. Bereits ein Jahr später hatte sich der Schritt sichtbar gelohnt, es kam mit der Pflegepädagogik ein weiterer Studiengang hinzu und das Lehrteam in den Pflegebereichen betrug sieben Professorinnen und Professoren. "Wir waren sehr schnell leistungsfähig", blickt Elsbernd zurück.

    Auch die Nachfrage war entsprechend. Etwa 40 Studierende fasst jeder Jahrgang, im aktuellen sind sogar 60 untergebracht. "Wie wir heute sehen, war es der richtige Weg, diese Akademisierung einzuleiten", sagt Köckeritz mit Blick auf den demografischen Wandel in der Gesellschaft. Über eine Erweiterung des Angebots denken die beiden Professorinnen zwar nach. Doch momentan seien die Kapazitäten ausgeschöpft, erklärt Köckeritz. Dafür brauche es auch einen politischen Willen. "Es gilt zuerst, das bestehende Profil zu sichern", sagt die Dekanin. Regelmäßig werde das Angebot für die Studierenden an die Entwicklungen in der Pflegewissenschaft und in der Praxis und angepasst, sagt Elsbernd, die heute im Fachgebiet Pflegewissenschaften tätig ist. "Grundsätzlich ist der Markt der Pflege ein riesiger Wachstumsmarkt", erklärt Köckeritz.

    Voraussetzung für den Beginn eines Pflegestudiums ist eine Ausbildung in der Altenpflege, als Hebamme, Gesundheits- und Krankenschwester oder Kinderkrankenschwester. Oft hätten die Studierenden bereits zusätzlich mehrjährige Berufserfahrung vorzuweisen. Nach dem erfolgreichen Abschluss hätten die Absolventen damit beste Berufsaussichten. "Man wartet regelrecht auf unsere Absolventen", sagt Köckeritz.

    Das Angebot in Esslingen in den Pflegestudiengängen ist inzwischen so gut, dass es die Hochschule bereits bei der ersten Aufnahme in das renommierte Ranking der Wochenzeitung "Die Zeit" gemeinsam mit der Fachhochschule Osnabrück auf den Spitzenplatz geschafft hat. In den Bereichen Reputation bei Professoren, Bibliotheksausstattung, Betreuung und Studiensituation gesamt erreicht die Hochschule Esslingen jeweils einen grünen Punkt - also den Bestwert. "Diese Auszeichnung freut uns natürlich ganz besonders" sagen die beiden Professorinnen nicht ohne Stolz. Die Einstufung ist Beleg für die bereits zehn Jahre dauernde Erfolgsgeschichte der Pflegestudiengänge an der Hochschule Esslingen.

    Michael Panzram


    Weitere Informationen:

    http://www.hs-esslingen.de/


    Bilder

    Professorinnen und Professoren der Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege (v. r. Prof. Dr. Karin Reiber; Prof. Lotte Kaba-Schönstein, Gründungsdekanin; Prof. Dr. Astrid Elsbernd; Prof. Dr. Claudia Bischoff-Wanner; Rektor Dr.-Ing. Bernhard Schwarz; sein Vorgänger der ehemaligen Hochschule für Sozialwesen, Dr. Falk Roscher, Lehrbeauftragte Monika Kneer, Dekanin Prof. Dr. Christine Koeckeritz).
    Professorinnen und Professoren der Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege (v. r. Prof. Dr. K ...
    Quelle: Foto: Mack


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin
    überregional
    Studium und Lehre, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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