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27.11.2009 11:37

150 Gebührenstipendien nach Leistung vergeben

Achim Fischer Pressestelle
Universität Mannheim

    Aktuell diskutiertes Stipendienmodell der Bundesregierung wird in Mannheim im dritten Jahr praktiziert

    Die besten zehn Prozent der Studierenden sollen künftig ein Stipendium erhalten, unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund. So sieht es die Koalitionsvereinbarung der neuen Bundesregierung vor. Während das Vorhaben derzeit bundesweit von Hochschulpolitikern diskutiert wird, vermittelt die Universität Mannheim im dritten Jahr entsprechende Stipendien. Sie vergab in dieser Woche 150 Gebührenstipendien rein nach Leistung. Dazu kommen zwei weitere Programme, die Spitzensportlern und Abiturienten aus Nicht-Akademiker-Familien fördern.

    Ein Gebührenstipendium umfasst 1.000 Euro und deckt damit Studiengebühren für ein Jahr. Die Universität wählt in jedem Fach die besten Studierenden nach Notenleistungen aus. "Das Mannheimer Stipendium ist damit nicht nur eine finanzielle Hilfe", erklärt Uni-Rektor Professor Dr. Hans-Wolfgang Arndt. "Es ist vor allem eine Auszeichnung. Wer seinen Bewerbungsunterlagen die Stipendienurkunde beilegt, empfiehlt sich als Mitglied der besten zwei Prozent seines Jahrganges."

    Das Geld wird von Unternehmen, Stiftungen und Alumni zur Verfügung gestellt. Viele Spender sind bereits im dritten Jahr dabei. Größter Einzelspender ist Hans-Peter Wild, Eigentümer des Aromenherstellers Wild in Eppelheim bei Heidelberg. Er steuert 20.000 Euro bei. "Die Universität Mannheim hat sich konsequent dem Leistungsprinzip verschrieben", erklärt Hans-Peter Wild. " Das unterstütze ich gerne." Weitere große Unterstützer sind die Freunde der Universität Mannheim, der Alumni-Verein Absolventum Mannheim und dessen Mitglieder, die Liesel-Weiler-Stiftung, die Heinrich-Vetter-Stiftung sowie die Unternehmen Deutsche Bank, Hays und Mannheimer Versicherungen.

    Eine Aufstockung der privaten Mittel durch das Land gibt es in Mannheim nicht - im Gegensatz zu einem ebenfalls leistungsorientierten Stipendienprogramm, das das Land Nordrhein-Westfalen inzwischen aufgebaut hat. Dort verdoppelt das Land die von den Universitäten eingeworbenen Privatmittel bis zu einer Grenze von 3.600 Euro. "Die staatliche Auffinanzierung ist ein starkes Signal an Stipendiengeber und Studienanfänger", so Arndt. "Damit könnten wir die Zahl unserer Stipendien weiter erhöhen." Schon heute liegt Mannheim mit seinen 150 Gebührenstipendien über der Zahl der in diesem Bereich erfolgreichsten nordrhein-westfälischen Universität.

    Um bei aller Leistungsorientierung auch soziale Kriterien zu berücksichtigen, setzt die Universität Mannheim auf einen Ehrenkodex: Sie fordert die ausgewählten Studierenden auf, die Auszeichnung anzunehmen, das Geld jedoch nach Möglichkeit an bedürftige Studierende weiter zu reichen. 13 Stipendiaten haben sich im vergangenen Jahr hierzu entschieden. "Ihnen gilt mein größter Respekt", so Arndt. "Ich hoffe, dass dieses Beispiel Schule macht."

    Die Universität Mannheim hat vor zwei Jahren parallel zur Einführung von Studiengebühren ein Stipendiensystem aufgebaut. Mit den drei Teilprogrammen umfasst es inzwischen ein Volumen von mehr als 200.000 Euro pro Jahr. "Wir registrieren eine gute Entwicklung", so Arndt. "Wir binden hervorragende Studierende an unsere Universität und ermöglichen ihnen, ihr Potenzial optimal zu entfalten. Wenn künftig bundesweit zehn Prozent der Studierenden mit einem Mix aus privater und staatlicher Finanzierung gefördert werden, dann verstärkt dies die Konkurrenz zwischen den Hochschulen. Davon können alle Studienanfänger profitieren."

    Weitere Informationen:
    www.uni-mannheim.de/stipendium

    Universität Mannheim
    Achim Fischer
    Leiter Kommunikation und Fundraising
    Tel.: 0621/181-1013
    fischer@verwaltung.uni-mannheim.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Schule und Wissenschaft, Studium und Lehre
    Deutsch


     

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