idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
29.04.2010 12:06

Spezialisten für Frühchen und Mehrlingsgeburten tagen am LMU-Klinikum München-Großhadern

Philipp Kressirer Kommunikation und Medien
Klinikum der Universität München

    Drei Tage lang (29.4.-1.5.2010) diskutieren internationale Experten am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München, Campus Großhadern, über die Möglichkeiten der modernen Medizin, Frühgeborene und deren Mütter bestmöglich zu versorgen. Teilnehmer sind Pränatalmediziner, Geburtshelfer, Hebammen, Pädiater und Pflegekräfte. Im Mittelpunkt stehen die gesundheitlichen Auswirkungen der so genannten „moderaten Frühgeburt“.

    Dabei geht es um Kinder, die ab der 32. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen. Bei diesen Kindern treten häufiger Infektionen, Ernährungsschwierigkeiten, Atemstörungen und weitere medizinische Probleme auf. Behandelt werden diese in der Regel in eigens dafür ausgestatten Zentren mit geschultem Personal.

    Das Klinikum in Großhadern ist eine der hoch spezialisierten Einrichtungen für Risikoschwangerschaften einschließlich höhergradiger Mehrlingsgeburten, für Früh- und Frühstgeborene sowie schwerkranke Reifgeborene (Perinatalzentrum). „Erst durch den ständigen und langfristigen Umgang mit vielen solchen Kindern, die zu früh zur Welt kommen und vielleicht gerade einmal ein Geburtsgewicht von 500 Gramm haben, können die Ärzte und Pflegekräfte die notwendige Erfahrung gewinnen, die eine bestmögliche Versorgung voraussetzt. Insofern bestimmt die Größe der Abteilung die Qualität der Versorgung mit“, betont Professor Schulze.

    „Dabei besteht die Besonderheit, dass medizinische Maßnahmen am gefährdeten Lebensbeginn bei Frühgeborenen potenziell lebenslange Auswirkungen haben“. Bei Frühgeborenen kommt heute prinzipiell das gesamte Spektrum der Intensivmedizin zur Anwendung, wie es auch für Erwachsene zur Verfügung steht, nur eben in miniaturisierter Form. “Ein erst kürzlich neu im Perinatalzentrum Großhadern eingeführtes Verfahren ist die „künstliche Lunge“ (ECMO, Extrakorporale Membranoxygenierung), mit der die Herz- und Lungen-Funktionen bei reif geborenen schwerkranken Kindern unterstützt werden können“, erklärt PD Dr. Flemmer. Hier arbeiten die Neonatologen eng mit den Experten der Herzchirurgie und Kinderkardiologie unter einem Dach in Großhadern zusammen.

    Das Perinatalzentrum in Großhadern
    Das Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe am Klinikum der Universität München, Campus Großhadern, umfasst neben der Neonatologie mit der erst vor wenigen Wochen neu eröffneten Intensivstation die Bereiche Pränatalmedizin, Schwangerenambulanz, Präpartalstation, Geburtshilfe und Wochenbettstation. Erfahrene und qualifizierte Hebammen sorgen gemeinsam mit Pflegekräften und den Ärzten für ein individuelles und sicheres Umfeld vor, während und nach der Geburt.

    Ansprechpartner:
    Prof. Dr. Klaus Friese
    Direktor Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
    Tel: +49 (0)89-5160-4100

    Prof. Dr. Dr. h.c. Dietrich Reinhardt
    Direktor der Kinderklinik im Dr. von Haunerschen Kinderspital
    Tel: +49 (0)89-5160-7700

    Prof. Dr. Andreas Schulze
    Leiter Neonatologie der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am
    Klinikum der Universität München, Campus Großhadern
    Tel: +49-(0)89-7095-2801
    E-mail: andreas.schulze@med.uni-muenchen.de

    Klinikum der Universität München
    Im Klinikum der Universität München (LMU) sind im Jahr 2008 an den Standorten Großhadern und Innenstadt etwa 500.000 Patienten ambulant, teilstationär und stationär behandelt worden. Die 45 Fachkliniken, Institute und Abteilungen verfügen über mehr als 2.300 Betten. Von insgesamt 9.800 Beschäftigten sind rund 1.700 Mediziner. Forschung und Lehre ermöglichen eine Patientenversorgung auf höchstem medizinischem Niveau. Das Klinikum der Universität München hat im Jahr 2008 etwa 64 Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben und ist seit Juni 2006 Anstalt des öffentlichen Rechts.


    Weitere Informationen:

    http://www.uniklinikum-muenchen.de


    Bilder

    Frühchen in der Neonatologie LMU-Klinikum München-Großhadern
    Frühchen in der Neonatologie LMU-Klinikum München-Großhadern
    Pressestelle LMU-Klinikum
    None


    Anhang
    attachment icon Kongress-Programm

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).