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08.07.2010 08:13

Workshop zur Montanhistorie erfolgreich verlaufen

Christian Ernst Pressestelle
Technische Universität Clausthal

    St. Andreasberg/Clausthal. Mit 250 Teilnehmern aus Mitteleuropa hat der 13. Internationale Bergbau- und Montanhistorik-Workshop in St. Andreasberg stattgefunden. Neben der Altbergbauforschung schlug die Tagung, zu dessen Veranstaltern auch die TU Clausthal zählte, einen Bogen zu aktuellen Themen.

    „Der Bergbau gehört mit der Landwirtschaft zu den ältesten Wirtschaftszweigen der Menschheit“, sagte Professor Oliver Langefeld vom Clausthaler Institut für Bergbau, der zugleich Vizepräsident für Studium und Lehre der Universität ist. Die Entdeckung reicher Silbererzgänge hatte einst auch zur Gründung der Clausthaler Nachbarstadt St. Andreasberg geführt. Die dortige Grube Samson gilt als besonders eindrucksvolles Beispiel eines montanhistorischen Zeugnisses. Vor genau 100 Jahren wurde aus diesem Bergwerk, das zuvor mehr als 400 Jahre in Betrieb war, die letzte Tonne Erz gefördert. Aus diesem Anlass hatte das Montanhistorik Netzwerk seine 13. Jahrestagung in der Harzer Bergstadt ausgerichtet.

    „Die technischen Innovationen im Bergbau reichen von der Wasserwirtschaft mit ihren Rädern und Gräben über die Einführung der Sprengtechnik, der Fahrkunst, des Drahtseils, der maschinellen Bohrtechnik bis hin zu elektrischen Pumpenanlagen“, erläuterte Langefeld, neben dem neuen Bundespräsidenten Christian Wulff Schirmherr des wissenschaftlichen Kolloquiums. Auch heute noch werde das Wasser in St. Andreasberg genutzt. So versorgen sechs Wasserkraftwerke die Stadt mit Strom. Etwa 80 Prozent des Energiebedarfs der Gemeinde lassen sich somit umweltfreundlich gewinnen.

    In den Fachvorträgen des Workshops beschäftigten sich unter anderem Matthias Bock (St. Andreasberger Verein für Geschichte und Altertumskunde) und Wolfgang Lampe (Niedersächsisches Bergarchiv) mit der Geschichte der Grube Samson. Diplom-Ingenieur Marko Schmidt vom Energie-Forschungszentrum Niedersachsen der TU Clausthal rückte im Referat „Windenergiespeicherung durch Nutzung stillgelegter Bergwerke“ die Zukunft in den Mittelpunkt. Über „Sozialhistorische Betrachtungen zur Bergbaugeschichte des Harzes“ sprach die Geschäftsführerin des Weltkulturerbes Rammelsberg, Andrea Riedel.

    An der Ausrichtung des erfolgreich verlaufenen Kolloquiums waren insgesamt neuen niedersächsische Bergbau-Einrichtungen beteiligt. Die Federführung lag beim Niedersächsischen Bergarchiv in Clausthal-Zellerfeld. Im nächsten Jahr soll die Veranstaltungsreihe fortgesetzt werden.


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Energie, Geowissenschaften, Geschichte / Archäologie, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Kooperationen, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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