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13.01.2011 14:54

2,5 Millionen Euro für Clausthaler Titanforschung

Christian Ernst Pressestelle
Technische Universität Clausthal

    Clausthal-Zellerfeld. Titan ist leicht, stabil, korrosions- und temperaturbeständig. Diese Eigenschaften machen es zu einem hervorragenden Konstruktionswerkstoff. Der Produktionsprozess des Metalls ist allerdings energetisch aufwendig und teuer. Um ihn zu vereinfachen, hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) an der TU Clausthal eine neue Forschergruppe eingerichtet. Sie wird in den kommenden drei Jahren mit rund 2,5 Millionen Euro gefördert.

    Titan ist in seiner Herstellung rund zehn Mal teurer als herkömmlicher Stahl. Es wird deshalb nur in exklusiven Bereichen angewendet, beispielsweise in der Luft- und Raumfahrt, der Medizintechnik, bei Meerwasserentsalzungsanlagen, in der Schifffahrt, für hochwertige Sportgeräte oder als Schmuck. Vision der neuen Forschergruppe ist es, Titan und Titanlegierungen als Massenwerkstoff einzuführen. Um den Energieverbrauch in der Produktion und die Kosten für das Leichtmetall zu senken, sollen die Prozesse Gewinnung, industrielle Herstellung sowie thermische Modellierung betrachtet werden.

    „Die neue Forschergruppe ist für die TU Clausthal ein wichtiger Impuls, vor allem im Zusammenhang mit dem Clausthaler Zentrum für Materialtechnik, aber auch in Hinblick auf die Niedersächsische Technische Hochschule“, sagte Universitätspräsident Professor Thomas Hanschke. Zugleich bedeute die Förderung ein Gütesiegel für die Harzer Wissenschaftler. Denn der DFG-Senat hat in seiner Dezember-Sitzung unter zahlreichen Bewerbern nur vier neue Forschergruppen eingerichtet, die in der ersten Förderperiode über drei Jahre mit insgesamt 9,3 Millionen Euro unterstützt werden.

    Die Clausthaler Gruppe läuft unter dem Thema „Prozessstufenminimierte Herstellung von Titan und Titanlegierungen“. Neben Wissenschaftlern aus dem Oberharz werden sich auch Forscher von der RWTH Aachen sowie der TU Bergakademie Freiberg einbringen. Sprecher ist Professor Eberhard Gock vom Clausthaler Institut für Aufbereitung, Deponietechnik und Geomechanik. „Das ist auch eine persönliche Auszeichnung für Professor Gock und zeigt, dass er über seine Pensionierung hinaus ein äußerst agiler, enthusiastischer und erfolgreicher Wissenschaftler ist“, würdigte TU-Präsident Hanschke.

    In Forschergruppen der DFG arbeiten mehrere herausragende Wissenschaftler orts- und fächerübergreifend an aktuellen und drängenden Fragen. Die Förderung solcher Arbeitsbündnisse soll helfen, für eine mittelfristige – meist auf sechs Jahre – angelegte, enge Kooperation die notwendige personelle und materielle Ausstattung bereitzustellen. Häufig werden durch die Forschergruppen neue Arbeitsrichtungen etabliert, sie bilden dann die Keimzelle für spätere Schwerpunktprogramme.


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Chemie, Energie, Geowissenschaften, Maschinenbau
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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