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03.03.2011 10:37

NTH nimmt erste Hürde in der zweiten Phase der Exzellenzinitiative

Christian Ernst Pressestelle
Technische Universität Clausthal

    Die Niedersächsische Technische Hochschule (NTH) ist in der zweiten Phase der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder erfolgreich aus der Vorrunde hervorgegangen. Die Gemeinsame Kommission der Exzellenzinitiative, bestehend aus der Fachkommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Strategiekommission des Wissenschaftsrates, hat die Graduiertenschule NTH School of Engineering Sciences – PhDcube positiv begutachtet und die NTH zur Antragsstellung aufgefordert. Das gaben der Präsident der DFG, Professor Matthias Kleiner, und der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Professor Wolfgang Marquardt, heute bekannt.

    Insgesamt gab es 227 Neubewerbungen, davon 98 für Graduiertenschulen, 107 für Exzellenzcluster und 22 für universitäre Zukunftskonzepte. Die NTH-Mitgliedsuniversitäten (die Technische Universität Braunschweig, die Technische Universität Clausthal und die Leibniz Universität Hannover) hatten gemeinsam vier Antragsskizzen eingereicht – jeweils zwei zu Förderlinie eins (Graduiertenschulen) und Förderlinie zwei (Exzellenzcluster).

    Die Präsidiumsmitglieder, die Präsidenten der NTH-Universitäten, Prof. Thomas Hanschke, Prof. Jürgen Hesselbach und Prof. Erich Barke, sowie die beiden externen Präsidiumsmitglieder Prof. Dagmar Schipanski und Prof. Sigmar Wittig, beurteilen die Teilnahme an der Exzellenzinitiative „insgesamt positiv“. Die Arbeit an den Anträgen habe die beteiligten Institute stärker zusammengebracht, standortübergreifende Teams entwickelt und den Vernetzungsprozess der NTH weiter vorangetrieben. Der NTH-Gedanke, im Verbund stärker zu sein, werde durch den positiven Bescheid konkret bestätigt. „Die NTH hat die erste Hürde der Exzellenzinitiative mit einem Antrag genommen. Damit ist ein Anfang gemacht, die noch junge Allianz und ihre drei Mitgliedsuniversitäten im Wettbewerb um nationale Forschungsfördermittel voranzubringen. Natürlich werden wir unsere Bemühungen weiter verstärken“, betonte Prof. Hanschke, Vorsitzender des NTH-Präsidiums. Vor dem Hintergrund der vorangegangenen Exzellenzinitiative zeige sich der Mehrwert der NTH.

    Bis zum 1. September 2011 müssen die ausgearbeiteten Anträge bei der DFG eingereicht werden. Sie stellen sich damit dem Wettbewerb mit den bereits geförderten Einrichtungen der Exzellenzinitiative. Im Juni 2012 fallen dann die endgültigen Entscheidungen.

    Hintergrundinformation zur Graduiertenschule NTH School of Engineering Sciences – PhDcube

    Wo Oberflächen in Kontakt miteinander oder mit der sie umgebenden Umwelt treten, kommt es zu physikalischen Reaktionen. Diese beeinflussen Mobilitätsanwendungen, in denen Schall, Strömung und Schwingungen zusammenwirken sowie Prozesse in der Verfahrenstechnik, die im Rahmen von Hochenergieultraschall gesteuert werden und Konstruktionselemente des Maschinenbaus. In Lagern, Getrieben, Motoren und anderen Maschinenelementen entsteht zum Beispiel Reibung. Dieses unerwünschte Phänomen führt zu Verschleiß und verursacht allein in Deutschland jährliche Verluste von mehreren Milliarden Euro.

    Die Graduiertenschule PhDcube der Niedersächsischen Technischen Hochschule (NTH) greift das interdisziplinäre Forschungsfeld physikalischer Prozesse auf Oberflächen auf. Ob der Verschleiß von Maschinen reduziert werden soll, Autos geräuschloser fahren oder Flugzeuge durch weniger Strömungswiderstand treibstoffsparender fliegen – stets sind die Beschaffenheit und das Zusammenwirken der unterschiedlichen Oberflächensysteme ein wichtiger Aspekt.

    Um Prozesse verbessern zu können, müssen sie jedoch erst genau verstanden sein. Die Forschungsaktivitäten von PhDcube zielen daher auf genaue Beschreibung, Analyse und computergestützte Simulation der Prozesse auf Oberflächen. Die Entwicklung solch hochkomplexer Modellsysteme erfordert einen interdisziplinären Ansatz. Zu den an der Graduiertenschule beteiligten Fachrichtungen gehören daher nicht nur der Maschinenbau, sondern auch die Disziplinen Bauingenieurwesen, Mathematik, Informatik und Chemie.

    Die Graduiertenschule PhDcube greift die bereits vorhandene Expertise aller drei Mitgliedsuniversitäten auf und bündelt die Forschungsaktivitäten. Die Doktoranden sollen so nicht nur umfassend ausgebildet werden. Sie können auch innerhalb der Netzwerke der NTH in einem internationalen, wissenschaftlichen Umfeld Erfahrungen sammeln.


    Weitere Informationen:

    http://www.nth-online.org/


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Bauwesen / Architektur, Chemie, Informationstechnik, Maschinenbau, Mathematik
    überregional
    Kooperationen, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


     

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