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Wissenschaft
Er stand für die enge Zusammenarbeit von Stadt und Uni
Einer der „Väter des Bochumer Modells der Medizinerausbildung“
Die Ruhr-Universität Bochum trauert um ihren Ehrenbürger Herbert Jahofer, der am Sonntag, 6.3., im Alter von 82 Jahren verstorben ist. Herbert Jahofer war Oberstadtdirektor in Bochum von 1976 bis 1990, gerade in jener Zeit, als die Ruhr-Universität ausgebaut wurde. Seinem zähen Verhandlungswillen mit dem damaligen NRW-Finanzministerium ist es unter anderem zu verdanken, dass das Bochumer Modell der Medizinerausbildung an der RUB etabliert werden konnte.
Er stand für die enge Zusammenarbeit von Stadt und Ruhr-Universität und setzte sich für den Bau der U35 ein, die zentrale Verbindungsachse zwischen der RUB und der Innenstadt. Die Ruhr-Universität verliert mit Herbert Jahofer einen guten Freund und Förderer. Sie wird ihm stets ein ehrenvolles Andenken bewahren.
Ehrenbürgerschaft
Mit der höchsten Würde, der Ehrenbürgerschaft, dankte die Ruhr-Universität im Januar 1994 Herbert Jahofer für sein unermüdliches Wirken zum Wohle „seiner“ Universität. Mit einem Seitenblick auf den Bochumer Karl Arnold Kortum und seiner Jobsiade sagte der damalige Rektor der Ruhr-Universität, Prof. Dr. Wolfgang Maßberg, zum frisch ernannten Ehrenbürger Jahofer: „Seien Sie in Zukunft … so etwas wie ein Turmwächter unserer Universität. Warnen Sie sie vor Gefahren im Inneren wie von außen … Seien Sie bitte aber auch ein aufmerksamer Turmwächter bezüglich politischer Entscheidungen, die zu einem Abbau der Qualität universitärer Bildung und Ausbildung führen können“.
Kritischer Optimismus
Typisch für Jahofers Wirken waren seine damaligen Dankesworte; er schloss mit dem Satz: „Lähmender Pessimismus hilft nicht. Kritischer Optimismus ist gefordert. Gerade die Optimisten sind aufgerufen, alles zu tun, war aus der Sicht späterer Generationen ihren Optimismus rechtfertigen kann.“
Redaktion: Dr. Josef König
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
fachunabhängig
regional
Personalia
Deutsch

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