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03.12.2001 14:15

Ärztliche Prioritäten bei ökonomischen Zwängen

Dr. med. Silvia Schattenfroh GB Unternehmenskommunikation
Charité-Universitätsmedizin Berlin

    MEDIZINISCHE FAKULTÄT DER HUMBOLDT - UNIVERSITÄT ZU BERLIN

    Dekanat
    Pressereferat-Forschung
    Dr. med. Silvia Schattenfroh FON: 030) 450-570-400
    Augustenburger Platz 1 13 353 Berlin FAX:(030) 450-570-940
    e-mail: silvia.schattenfroh@charite.de

    Weihnachtsvorlesung an der Charité

    am 6. Dezember um 18.00 Uhr
    im Großen Hörsaal des Charité Hochhauses
    an der Luisenstraße in 10 117 Berlin (Mitte)

    Professor Dr. Eckhard Nagel, Transplantationschirurg, Philosoph, Direktor des Instituts für Medizinisches Management und Gesundheitsökonomie an der Universität Bayreuth sowie Stellvertretender Vorsitzender des Nationalen Ethikrates spricht zu

    "Zielvorstellungen ärztlichen Handelns unter den aktuellen ökonomischen Rahmenbedingungen"
    "Primum nihil nocere"

    Zu Beginn des kommenden Jahres werden die gesetzlichen Krankenkassen die Beitragssätze erneut erhöhen. Kranksein wird teurer und die Vorsorge auch. Gleichzeitig boomt der Fortschritt in der Medizin und will auch bezahlt werden. Noch stehen in Deutschland die Verfahren der Spitzenmedizin jedem Versicherten gleichermaßen zur Verfügung, ob Aids-, Bluter- oder Krebstherapie, Hüft- und Knieendoprothetik, Organtransplantation oder Nierendialyse, um nur die teuersten zu nennen.
    Es mehren sich aber die Stimmen, daß der medizinische Fortschritt zukünftig nicht mehr für alle gleichermaßen verfügbar sein werde. Daß Ärzte bestimmte Behandlungsarten bestimmten Patienten(gruppen) vorenthalten müssten und wir mit englischen Verhältnissen zu rechnen hätten, wo beispielsweise heute schon die Nierendialyse an das kalendarische Alter des Bedürftigen gebunden ist: Mit 65 ist alles vorbei, verliert der Patient den Anspruch auf diese Therapie.
    Wo sollten solche Grenzen zu ziehen sein, wenn sie denn gezogen werden müßten? Und welche Bedeutung hätte das für die Gesellschaft? Verschwimmen womöglich die Grenzen zwischen medizinisch-wissenschaftlicher Properität und Gemeinwohl? Welchen Zielen fühlt sich Arzt verpflichtet? Welche werden ihm womöglich zudiktiert? Nach welchen Kriterien könnte er entscheiden, wenn er Prioritäten setzen muß? Auf solche Fragen will Professor Nagel Antworten anbieten, Diskussionsbeiträge liefern.

    Die Weihnachtsvorlesung ist öffentlich und kostenlos. Herzlich eingeladen zur Teilnahme ist jeder Interessierte. Silvia Schattenfroh


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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