idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
28.03.2012 14:24

Wie verändert sich unsere Umwelt in der Zukunft?

Judith Jördens Senckenberg Pressestelle
Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

    Gelnhausen, den 28.03.2012. Heute endet die Jahrestagung des Netzwerkes LTER-D (Long-Term Ecosystem Research). Die beteiligten Wissenschaftler des Senckenberg Forschungsinstitutes und anderer renommierter Einrichtungen erforschen anhand von Langzeitbeobachtungen Umweltveränderungen in Deutschland und haben sich nun in einem Verein zusammengeschlossen.

    Sonnenschein, zwitschernde Vögel, strahlend blauer Himmel – seit zwei Wochen kommen wir in den Genuss eines wunderschönen Frühlings. Doch ist diese besonders gute Wetterlage nur eine Laune der Natur oder handelt es sich dabei um ein langfristiges Klimaphänomen?

    Diese und weitere Fragen stellen sich die Mitglieder des deutschen Netzwerkes für ökologische und ökosystemare Langzeitforschung LTER-D während ihrer dreitägigen Jahrestagung in Gelnhausen, die heute endet.
    „Langfristige Forschungsansätze sind bei der Untersuchung von Umweltveränderungen besonders wichtig, da sich die Umwelt meist allmählich und von natürlichen Schwankungen überlagert verändert“, erklärt PD Dr. Peter Haase, Leiter der Senckenberg-Abteilung Fließgewässerökologie und Naturschutzforschung. „Unter solchen Bedingungen kann nur eine ausreichend lange Beobachtung Befunde und Prognosen verlässlich machen.“

    Hierzu betreibt Senckenberg das Rhein-Main-Observatorium, eine von 20 Beobachtungs- und Messstationen des LTER-D-Netzwerkes. Dort wird auf insgesamt 100 Quadratkilometern untersucht, welche Stellschrauben die biologische Vielfalt in menschlich genutzten Gebieten beeinflussen. Der Fokus liegt dabei auf den Lebensräumen in und an Fließgewässern und macht hiermit das Observatorium in Deutschland einzigartig.

    Der bisher eher lose LTER-D-Verbund, zu dem neben Senckenberg auch namenhafte Forschungseinrichtungen wie das Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ), das Alfred Wegener-Institut sowie Nationalparks und Universitäten gehören, schloss sich heute zu einem Verein zusammen.
    „Die neue Struktur wird die Zusammenarbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in der langfristigen, systemorientierten und interdisziplinären Umweltbeobachtung in Deutschland –vom Gebirge bis zum Wattenmeer – entscheidend vorantreiben“, meint Haase und ergänzt: „Ich freue mich darauf, den Verein gemeinsam mit dem Präsidenten Dr. Stefan Klotz vom UFZ als Vize-Präsident mitgestalten zu können.“

    Mehr Informationen zum Netzwerk unter www.lter-d.ufz.de

    Kontakt

    PD Dr. Peter Haase
    Abteilung Fließgewässerökologie und Naturschutzforschung
    Tel. 06051 – 61954 3114
    Peter.Haase@senckenberg.de

    Pressestelle
    Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
    Judith Jördens
    Tel. 069- 7542 1434
    judith.joerdens@senckenberg.de

    Die Erforschung von Lebensformen in ihrer Vielfalt und ihren Ökosystemen, Klimaforschung und Geologie, die Suche nach vergangenem Leben und letztlich das Verständnis des gesamten Systems Erde-Leben – dafür arbeitet die SENCKENBERG Gesellschaft für Naturforschung. Ausstellungen und Museen sind die Schaufenster der Naturforschung, durch die Senckenberg aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse mit den Menschen teilt und Einblick in vergangene Zeitalter sowie die Vielfalt der Natur vermittelt. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.


    Bilder

    Auwaldgebiet „Bulau“ im Rhein-Main-Observatorium
    Auwaldgebiet „Bulau“ im Rhein-Main-Observatorium
    Quelle: © Senckenberg

    Typischer Bewohner von Fließgewässern- die Köcherfliege
    Typischer Bewohner von Fließgewässern- die Köcherfliege
    Quelle: © Senckenberg


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Biologie, Umwelt / Ökologie
    regional
    Kooperationen, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).