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21.05.2002 15:39

Was haben der große rote Fleck des Jupiter, Spiralen in Froscheiern und Wanderdünen gemeinsam?

Waltraud Riess Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

    Diese Fragen werden von Prof. Harry L. Swinney von der Universität Austin in Texas in einem Vortrag zu Strukturbildungsprozessen am Dienstag, dem 28. Mai 2002, 16.30 Uhr, beantwortet. Die Vorlesung wurde von Prof. Dr. Klaus Erich Pollmann, Rektor der Magdeburger Universität, anlässlich des Otto-von-Guericke-Jahres initiiert. Das Thema des Vortrages lautet "Emergence and Evolution of Order". Die Vorlesung findet im Hörsaal 5 der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Gebäude 16, statt. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen. Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten, wird aber durch zahlreiche Einblendungen von Abbildungen und Computeranimationen für den interessierten Laien verständlich gemacht.

    Strukturen begegnen uns in der Natur in einer Vielzahl von Systemen und unter sehr unterschiedlichen Bedingungen. Auf den ersten Blick scheinen der große rote Fleck des Jupiter, Spiralen in Froscheiern und Wanderdünen in Wüsten keinerlei Gemeinsamkeiten aufzuweisen. Mit seinen physikalischen und chemischen Experimenten weist Professor Swinney seit vielen Jahren erfolgreich nach, dass trotz dieser großen Verschiedenheit der Systeme universelle Gesetzmäßigkeiten hinter der Bildung von Strukturen stecken.

    Äußere Zwänge, die ein System von seinem homogenen, unstrukturierten Zustand wegzubewegen suchen, führen zur Kooperation zwischen den mikroskopischen Mechanismen des Systems, die ihrerseits zu qualitativ neuen Makrozuständen mit einer neuen Art von Ordnung führen. Der Vortrag gibt eine allgemeinverständliche Einführung in den Problemkreis und bespricht eine Vielzahl von Laborexperimenten, die verschiedene Aspekte von Strukturbildungsprozessen illustrieren.

    Professor Swinney ist ein international sehr renommierter Wissenschaftler, dessen z.T. spektakuläre Laborexperimente zum Einsatz von Turbulenzen in Flüssigkeitsströmungen, zum roten Fleck des Jupiter, zu chaotischen Attraktoren in chemischen Systemen sowie zu Instabilitäten in granularer Materie oft für Aufsehen weit über den Kreis der Spezialisten hinaus geführt haben. Der Physiker ist Gründungsdirektor des "Center for Nonlinear Dynamics" an der Universität Austin (Texas), einem weltweiten Zentrum zur Untersuchung von Strukturbildungsprozessen in physikalischen und chemischen Experimenten. Für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen wurde er u. a. mit dem American Physical Society Fluid Dynamics Prize und der Career Research Excellence Award geehrt.


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Informationstechnik, Mathematik, Physik / Astronomie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

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