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Wissenschaft
Clausthal-Zellerfeld. Ein großer Tag für die Universität aus dem Oberharz: Am 26. Juli hat Niedersachsens Wissenschaftsministerin Prof. Johanna Wanka vor 200 Gästen den Grundstein für das Clausthaler Zentrum für Materialtechnik (CZM) gelegt. Es ist das größte Forschungsbauprojekt in der Universitätsstadt seit 1990. „Die Materialwissenschaften stellen an der TU Clausthal ein wesentliches Kompetenzmerkmal dar“, sagte die Ministerin. Neue Werkstoffe und Materialien seien Themen der Zukunft. Als einzige niedersächsische Hochschule bietet die TU Clausthal auf diesem Gebiet Bachelor- und Masterstudiengänge an.
Der Baustart für das 14-Millionen-Euro-Vorhaben CZM war am 14. Mai im Campusgebiet Feldgraben erfolgt. Inzwischen prägen Kräne und reger Baubetrieb das Bild. Verläuft alles planmäßig, soll das Experimental- und Versuchsgebäude, in dem später 30 wissenschaftliche Mitarbeiter beschäftigt sein werden, im Oktober 2013 fertig gestellt sein.
„In der Symbiose von Maschinenbau und Materialtechnik entsteht mit dem Clausthaler Zentrum für Materialtechnik ein wichtiger, einzigartiger Akzent in der niedersächsischen Forschungslandschaft“, unterstrich Professor Thomas Hanschke. Der Universitätspräsident freut sich auch darüber, dass sich mit dem Bau des CZM-Gebäudes „die Clausthaler Entwicklungsplanung mit den drei Forschungszentren für Energieforschung, Materialtechnik und Simulationwissenschaft weiter manifestiert“. In allen drei Bereichen gehe es um Zukunftstechnologien. Dadurch werde die Attraktivität der Hochschule, gerade auch für Studierende, weiter erhöht und ein wichtiger Schritt zur Zukunftssicherung getan.
Der Neubau (1200 Quadratmeter Nutzfläche) wird mit den Instituten für Schweißtechnik und Werkstoffkunde verbunden werden. Die Gesamtkosten belaufen sich inklusive Ersteinrichtung sowie der Sanierung der beiden eingebundenen alten Institutsgebäude auf exakt 13,67 Millionen Euro. Neben rund 8,9 Millionen Euro an Landesmitteln sind darin rund vier Millionen Euro Fördergelder aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) enthalten, erläuterte Professor Volker Wesling, TU-Vizepräsident für Forschung und Technologietransfer sowie Vorstandssprecher des CZM. Die Universität selbst steuert einen Eigenanteil von 800.000 Euro bei.
Geplant und koordiniert werden die Bauarbeiten vom Staatlichen Baumanagement Südniedersachsen unter der Leitung des Leitenden Baudirektors Fred Apel. Das neue Gebäude setzt sich durch Form- und Materialwahl für Dachkonstruktionen und Giebelwände im Erscheinungsbild von seinem Umfeld ab. Dach und Giebelwände werden in einer übergangslosen Hüllfläche aus Aluminiumbahnen hergestellt. Hierdurch zeigt sich die besondere Nutzung und Bedeutung des Gebäudes nach außen. In Ausrichtung und Größe der Baukörper, sowie in Auswahl der Materialien nimmt es wiederum die Erscheinung der Nachbargebäude auf.
Im CZM wird die Materialforschung gebündelt. Unter Beteiligung von Wissenschaftlern aus den Mitgliedsuniversitäten der Niedersächsischen Technischen Hochschule (NTH), also der TU Braunschweig und der Leibniz Universität Hannover, werden in Clausthal neue Werkstoffe entwickelt und ihre Kombination zu Verbundwerkstoffen geprüft. Damit tragen die Forscher einer Entwicklung Rechnung, die vom Verwenden modernster Werkstoffe und Materialien geprägt ist, um die weltweit knapper werdenden Ressourcen optimal und ökonomisch sinnvoll einzusetzen.
http://www.czm.tu-clausthal.de/
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
Energie, Maschinenbau, Werkstoffwissenschaften
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
Deutsch

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