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26.09.2012 15:35

Chinesische Zertifizierungsbehörde für Ökoprodukte informierte sich über Ökolandbauforschung

Dipl.-Biol. Stefanie Hahn Pressestelle
Julius Kühn-Institut

    Am 24.09.12 besuchten 25 Führungskräfte der Zulassungs- und Zertifizierungsbehörde von Biolandwirtschaft und Bioprodukten Chinas (CNCA) das Julius Kühn-Institut (JKI).

    Die Experten des JKI aus Kleinmachnow und Berlin gaben der hochrangigen Chinesischen Delegation einen Überblick über den ökologischen Landbau in Deutschland, Pflanzenschutzkonzepte und die begleitende Forschung.

    In China wird aktuell auf 2 Millionen ha Ökolandbau betrieben. (Deutschland: 1 Million ha). Die erzeugten Produkte sind vorwiegend für den Export gedacht. Laut Yang Zhigang, Direktor des CNCA, ist ein Ausbau der Flächen mit staatlicher Förderung vorgesehen. Bei ihrer Studienreise durch Deutschland will sich die Chinesische Delegation einen Eindruck verschaffen, wie der Ökolandbau in Deutschland organisiert ist, welche Regelungen und welche Anreize geschaffen werden und wie Praxis und Forschung miteinander verzahnt werden.

    Als Gastredner berichtete Peter Röhrig vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) über die Entwicklung des Ökolandbaus in Deutschland. Dr. Stefan Kühne (JKI Kleinmachnow) sprach in seinem Beitrag zu Pflanzenschutzkonzepten die besonderen Herausforderungen an, die das Verbot synthetischer Dünger und Pflanzenschutzmittel (insbesondere Herbizide) für die Praxis darstellt. Vorratsschutzexperte Dr. Cornel Adler (JKI Berlin) umriss die Anforderungen an insektendichte Lager für Ernteprodukte. Dr. Jürgen Schwarz referierte über die Anlage und Bedeutung von Dauerfeldversuchen.

    Insgesamt erhielten die Gäste aus Peking einen kompakten Überblick über die verschiedenen Aspekte des Ōkolandbaus auch im Vergleich zum Integrierten Landbau, der den Einsatz synthetischer Pflanzenschutzmittel minimiert aber nicht gänzlich ausschließt. Rückfragen kamen besonders zur Thematik der staatlichen Förderung des Ökoanbaus und zur Frage, welche Wirkstoffe natürlichen Ursprungs gegen Krankheiten und Schädlinge zum Einsatz kommen. Außerdem war von Interesse, wie die Hersteller der Ökomittel die Produktqualität gewährleisten. Die 25 Besucher des CNCA sprachen auf ihrer Deutschlandtour bereits mit Landwirten und Verbänden des Ökolandbaus und besuchen nun noch die IFOAM in Köln, die Weltdachorganisation der Ökoverbände.


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Tier / Land / Forst, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

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