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04.09.2002 11:12

Zeichen setzen in der Kinder- und Jugendarbeit

Ole Lünnemann Referat Hochschulkommunikation
Universität Dortmund

    Schöne neue Welt? Heranwachsenden eröffnet sie vielfältige Möglichkeiten, aber hinter dem rasanten gesellschaftlichen Wandel verstecken sich auch Gefahren. Orientierung bietet die Kinder- und Jugendarbeit. Es gilt, neue Pfade zu beschreiten, um sich den veränderten Bedingungen anzupassen. Ein neuartiges Forum für alle Interessenten ist der 1. bundesweite Kongress für Kinder- und Jugendarbeit. Unter dem Motto: "Wege in die Zukunft" findet er vom 16. bis 18. September an der Universität Dortmund statt.

    Pro- & Contra-Debatten, Vorträge und Projektpräsentationen suchen unter anderem Antworten auf die Frage: Was ist gute Jugendarbeit und wie sollte sie künftig aussehen? Einige Beispiele aus dem umfangreichen Programm:

    Zum "Helfen statt Gaffen" will ein Projekt aus Bayern anregen. In Übungen und Rollenspielen für Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klasse wird gezeigt, wie sich Gewalt verhindern lässt und wann couragiertes Eingreifen möglich ist.

    In ländlichen Gegenden, abseits der großen Städte, steht die Kinder- und Jugendarbeit meist vor einer besonderen Herausforderung. Oft ist die nächste Disco weit weg und das örtliche Vereins- und Kulturangebot selten interessant für Jüngere. Deshalb steht im Blickpunkt eines Forums die interessante Frage: "Die Provinz lebt! Die heimlichen Hochburgen der Jugendarbeit?"

    Szene-Chaos: Angebote sorgen für Durchblick

    Auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts spielt die Clique für Ju-gendliche weiter eine wichtige Rolle. Wer dazu gehört, ist "cool". Heute ist die sogenannte Szene vielschichtiger und unübersichtlicher denn je. In einem Forum werden Jugendcliquen, -kulturen und -szenen vorgestellt; gleichzeitig wird beleuchtet, welche Bedeutung diese Stilausprägungen für die Kinder- und Jugendarbeit haben.

    Unter den zahlreichen Projekten präsentiert sich beispielsweise die Gruppe "Kneifzange". Sie richtet sich mit acht Plätzen an Mädchen aus dem 9. und 10. Schuljahr, die über einen längeren Zeitraum hinweg die Schule gar nicht oder nur sehr unregelmäßig besucht haben. Sie können unter anderem die Chance nutzen, ihre handwerklichen Fähigkeiten zu entdecken.

    "Wo geht's hin mit der Jugendarbeit?", lautet die zentrale Frage der Abschlussdiskussion, bei der sich namhafte Expertinnen und Experten zu Wort melden. Prof. Dr. Thomas Rauschenbach von der Universität Dortmund bezeichnet den Kongress als "einen Meilenstein und ein ermutigendes Zeichen für die Kinder- und Jugendarbeit in Deutschland". Erstmals sei es gelungen, alle bundesweit wichtigen Akteure auf diesem Gebiet zusammenzubringen.

    Es wird mit bis zu 1000 Teilnehmern gerechnet. Eine Anmeldung ist noch bis zum 9. September möglich.

    ____________________________________________________________
    Weitere Informationen: Wiebken Düx, Erich Sass, Universität Dortmund, Fachbereich 12, Vogelpothsweg 78, 44227 Dortmund, Tel. 0231 / 755-5551, E-Mail: duex@fb12.uni-dortmund.de


    Weitere Informationen:

    http://www.fachkongress-jugendarbeit.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin, Pädagogik / Bildung, Psychologie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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