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Wissenschaft
Gold und Seide – ein mittelalterlicher Schatz präsentiert sich in der Propsteikirche Bochum. In Kooperation mit dem Kunstgeschichtlichen Institut der RUB wurden die Messgewänder (sogenannte Kaseln) aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erstmalig in einem Seminar zur Textilkunst wissenschaftlich erfasst und auf ihr Alter, ihre Herkunft sowie ihren historischen Kontext hin erforscht. Die Ergebnisse sind in der Wechselausstellung in der Propsteikirche Bochum bis Juni zu sehen.
Termin für die Medien
Am 11. April um 11 Uhr laden Propst Michael Ludwig sowie die Studierenden des Kunstgeschichtlichen Instituts der RUB interessierte Medien zum Wechsel des Messgewandes in die Propsteikirche ein (Untere Markstraße, Bochum).
Ein Beitrag zur Forschung
Die von vier Studenten konzipierte Wechselausstellung ist das Ergebnis eines Seminars zur Textilkunst des Kunstgeschichtlichen Instituts der RUB unter der Leitung von Dr. Uta-Christiane Bergemann. Gemeinsam mit Propst Michael Ludwig entwickelte sich die Projektidee, drei Messgewänder zu erforschen und die Ergebnisse in Einzelpräsentationen in der Propsteikirche auszustellen. Im Seminar erhielten die Studierenden die Möglichkeit sich praxisnah und wissenschaftlich zu betätigen und einen Einblick in die konservatorische und pädagogische Arbeit eines Museums zu gewinnen. Exkursionen zu den Textilsammlungen des Museums Schnütgen und des Domschatzes in Köln sowie Materialanalysen und ikonographische Untersuchungen identifizierten Italien als Herkunftsort des Seidengewebes und Köln als Herstellungsort der Bildstickereien.
Entdeckungsreise: Eine Bochumer Geschichte
Die Wechselausstellung nimmt den Besucher mit zum historischen Kontext der Gewänder. Derzeit wird das Messgewand mit der Darstellung der Kreuzigung Christi präsentiert und die Verwendung des Messgewandes und die Ikonographie beleuchtet. Am 11.April folgt ein Gewand mit Wurzel-Jesse-Darstellung. Diese Darstellung des Stammbaums Jesu führt dem Betrachter seine ganz eigene Geschichte vor Augen. Die mittelalterliche Bildstickerei, die Maria im Strahlenkranz zeigt, wurde 1807 erneuert und mit kostbaren Brokatstoffen kombiniert. Davon zeugen zum einen die Veränderungsspuren auf dem Gewand und zum anderen das Wappen der westfälischen Adelsfamilie von Rump. Den Abschluss bildet von Mai bis Juni die Präsentation einer Kasel aus kostbarem gemustertem Samt. Sie ist mit Bildstickereien versehen und weist ortstypische Heilige auf, die im unmittelbaren Zusammenhang mit der Propsteikirche Bochum stehen.
Weitere Informationen
Dr. Uta-Christiane Bergemann, Kunstgeschichtliches Institut, Tel. 01578/8527208, uta-christiane.bergemann@rub.de
Propst Michael Ludwig, Pfarrer und Gemeindepastor der Pfarrei St. Peter und Paul, Tel.: 0234/14715, propst@propstei-bochum.de
Redaktion: Cosima Schütte
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Geschichte / Archäologie, Kunst / Design
regional
Pressetermine, Studium und Lehre
Deutsch

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