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Wissenschaft
Clausthal-Zellerfeld. Würde jedes der 40 Millionen Autos in Deutschland 100 kg weniger wiegen, ließen sich hierzulande 12 Milliarden Liter Kraftstoff einsparen. Das heißt: Leichtbau hat eine große Zukunft – und damit auch das Clausthaler Zentrum für Materialtechnik (CZM). Diese zentrale Botschaft ist von der Jahresversammlung 2013 der TU Clausthal ausgegangen.
Rund 100 Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung hatten sich in der neuen Werkhalle des CZM zu diesem Event getroffen. Am 4. September soll das Gebäude, der größte Forschungsneubau in Clausthal-Zellerfeld seit 1990, der Universität übergeben werden. Mit der Jahresversammlung hatte die Hochschulleitung die Gelegenheit genutzt, den Fokus schon vor der Übernahme auf das Zukunftsfeld der Materialtechnik zu richten.
„Leichtbau ist nicht mehr wegzudenken, er setzt neue Maßstäbe“, unterstrich Dr. Dieter Meiners, Leiter des Clausthaler Instituts für Polymerwerkstoffe und Kunststofftechnik, in seinem Vortag. Meiners hatte vor seiner Tätigkeit an der Universität das Airbus-Werk in Stade geleitet und dort den Wandel vom metallischen Flugzeugbau hin zu leichteren Verbundwerkstoffen aus Kohlenstofffasern (CFK) vollzogen. „Fachleute und Leichtbauspezialisten“, betonte er, „werden benötigt, das ist eine Chance für die TU Clausthal.“ Der neue Airbus A 350, der in diesem Monat seinen Jungfernflug absolvierte, bestehe zum Beispiel zu mehr als der Hälfte aus CFK-Komponenten.
Einen Überblick über die Leichtbauforschung an der TU Clausthal gab Professorin Babette Tonn, die Dekanin der Fakultät für Natur- und Materialwissenschaften. So würden beispielsweise in der Fertigungstechnik moderne Sandwichbleche entwickelt, im Bereich Konstruktion gehe es etwa um innovative Leichtbaulösungen für Seile und Seiltrommeln und bei den Werkstoffen sei Verbundguss aus einer Aluminium-Legierung und Gusseisen eines der Forschungsthemen. Das Prinzip, das vielen Aktivitäten auf dem Gebiet des Leichtbaus zugrunde liegt, laute: Material nur dort zur Verfügung zu stellen, wo wirklich Kräfte wirken, also gewichtssparend und damit ressourcenschonend vorzugehen.
Neben der Betrachtung von Materialien und Werkstoffen ließ Universitätspräsident Professor Thomas Hanschke die jüngere Vergangenheit an der TU Clausthal Revue passieren: „Aus der Perspektive des Präsidenten ist das Jahr 2012 überaus erfolgreich verlaufen: die höchste Anzahl Studierende (4332) in unserer Geschichte, mit dem Zentrum für Materialtechnik wird ein wichtiger Forschungsbau realisiert, ein anderer für das Forschungszentrum „Drilling Simulator“ in Celle ist begonnen worden, Forschungsmittel in Millionenhöhe wurden vom Land bewilligt. Und zudem wurde das Simulationswissenschaftliche Zentrum mit den Unterschriften aus Göttingen und Clausthal besiegelt."
Die Einschätzung des Präsidenten spiegelte sich im Grußwort von Stefan Jungeblodt, Referatsleiter Natur- und Ingenieurwissenschaften im Wissenschaftsministerium in Hannover, weitgehend wider: „Die TU steht auf festem Fundament und hat in letzter Zeit viel erreicht“, sagte er. Die installierte Zentrumsstruktur sei zwar ein mühsamer, aber erfolgreicher Weg gewesen. Zum Status quo der Hochschule merkte er an: „Durchaus beachtlich. Jetzt gilt es, die Attraktivität der Universität nachhaltig zu sichern.“
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
Maschinenbau, Werkstoffwissenschaften
regional
Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer
Deutsch

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