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28.01.2014 12:52

Offene Hochschule: An der TU Clausthal können Fachschul-Absolventen verkürzt studieren

Christian Ernst Pressestelle
Technische Universität Clausthal

    Braunschweig. Erstmals kooperieren im Land Niedersachsen eine Universität und eine Fachschule für Technik unter dem Aspekt der offenen Hochschule miteinander. Den Vertrag unterzeichneten Professor Thomas Hanschke, Präsident der TU Clausthal, und Oberstudiendirektor Norbert Heucke, Schulleiter der Technikakademie der Stadt Braunschweig (TAB), Ende Januar in Braunschweig.

    Wer an der Technikakademie einen Abschluss in den Fächern Maschinentechnik oder Mechatronik gemacht hat, bekommt an der TU Clausthal erstmals Leistungen in Form von Credit Points angerechnet. Ein Universitätsstudium in Maschinenbau (Bachelor) kann damit von drei auf zwei Jahre verkürzt werden. „Die Durchlässigkeit der beruflichen und der akademischen Ausbildung wird dadurch ganz im Sinne der Offenen Hochschule ausgeweitet“, unterstrich Professor Armin Lohrengel, Studienfachberater für Maschinenbau in Clausthal. Schulleiter Heucke sprach von einem „Meilenstein im Prozess der sich öffnenden Hochschulen in Deutschland“.

    „Die Attraktivität universitärer Ausbildung für staatlich geprüfte Techniker wird damit nochmals gesteigert“, sagte Dr. Gebhard Marx. Der Abteilungsleiter der TAB, der zugleich ein Alumnus der TU Clausthal ist, betonte: „Dadurch ist ein innovativer Bildungsdreisprung möglich: erst die duale Ausbildung, dann der Technikerabschluss und schließlich das Hochschulstudium.“ Dies geschehe, da waren sich alle Beteiligten der Feierstunde einig, zum Wohl von bildungshungrigen jungen Menschen und zur personellen Stärkung der Unternehmen in der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg.

    Dabei muss die neue Kooperation keine Einbahnstraße von Braunschweig Richtung Clausthal sein. Die Zusammenarbeit eröffne auch die Möglichkeit, Studienabbrechern eine neue Perspektive in der beruflichen Bildung zu bieten, so TU-Präsident Professor Hanschke. Wer im Oberharz ein ingenieurwissenschaftliches Studium ohne Abschluss beende, kann künftig – trotz fehlender Berufserfahrung – an die Technikakademie in Braunschweig wechseln. Dort werden die schon absolvierten Studienleistungen angerechnet.

    Dass Schüler bzw. Studierende leichter zwischen den beiden Bildungseinrichtungen wechseln können, ist auch Katrin Balthaus zu verdanken. Die kommissarische Leiterin des Studienzentrums an der TU hatte auf einer Tagung die ersten Kontakte zur TAB geknüpft. Im Anschluss glichen Professor Lohrengel und Diplom-Ingenieurin Martina Wächter auf der Seite der Universität und Dr. Marx für die Technikakademie die Leistungen beider Institutionen genau ab. „Ich begrüße diese Zusammenarbeit und bin sehr interessiert an den Erfahrungen im Anrechnungsverfahren“, sagte Monika Hartmann-Bischoff, Geschäftsführerin der Servicestelle Offene Hochschule Niedersachsen.

    Die ersten drei Absolventen der Technikakademie haben bereits ein Studium an der TU Clausthal begonnen. Es ist angedacht, neben Maschinenbau/Mechatronik auch die Bereiche Elektrotechnik und Informatik in das Pilotprojekt einzubeziehen. „Ich wünsche mir eine solche Kooperation für alle Hochschulen“, meinte die Geschäftsführerin des Arbeitgeberverbandes Braunschweig, Cordula Miosga.


    Bilder

    Kooperationspartner: die TU Clausthal und die Technikakademie Braunschweig. Foto: TU Clausthal
    Kooperationspartner: die TU Clausthal und die Technikakademie Braunschweig. Foto: TU Clausthal


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Elektrotechnik, Maschinenbau
    regional
    Kooperationen, Schule und Wissenschaft
    Deutsch


     

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