idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
23.03.2015 09:41

Übertragung von ultrahohen Datenraten mit steuerbaren Antennen bei Terahertz-Frequenzen

Stephan Nachtigall Presse und Kommunikation
Technische Universität Braunschweig

    Im Rahmen der NGMN Industry Conference & Exhibition, die vom 24. bis 25. März 2015 in Frankfurt/M. stattfindet, demonstriert das deutsche TERAPAN (Terahertz Communication for future Personal Area Networks) Konsortium eine Multi-Gigabit-Datenübertragung bei einer Trägerfrequenz von 300 Gigahertz. Zum ersten Mal kommen steuerbare Antennen in diesen hohen Frequenzbändern zum Einsatz, um Anwendungen für zukünftige drahtlose Kommunikation in Gebäuden, wie beispielsweise in so genannten Intelligenten Büros und Rechenzentren, zu erschließen. An dem Projekt beteiligt sind die TU Braunschweig, die Universität Stuttgart und das Fraunhofer-Institut für angewandte Festkörperphysik in Freiburg

    Die Nutzung des Terahertz-Frequenzspektrums (300 Gigahertz – 3 Terahertz) ermöglicht drahtlose Kommunikationsverbindungen, die innerhalb weniger Sekunden Terabytes übertragen können. Erstmals ist eine wirtschaftliche Anwendung durch den Einsatz von neuartigen, monolithisch integrierten Sender-Empfänger-Chips im Terahertz-Bereich möglich und dies ebnet den Weg für zukünftige drahtlose Kommunikation im Multi-Gigabit-Bereich.

    Ziel des TERAPAN-Projektes ist die Demonstration eines adaptiven drahtlosen Punkt-zu-Punkt-Terahertz-Kommunikationssystems in Räumen sowie die Validierung seiner Leistung für Entfernungen bis zu 10 Metern mit Datenraten bis zu 100 Gigabit pro Sekunde. "Dies beinhaltet den Aufbau eines Demonstrators mit 35 Nanometer InGaAs/GaAs-basierten Chips. Das Validierungsprojekt ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Entwicklung von kommerziellen Anwendungen für die drahtlose Übertragung bei Terahertz-Frequenzen und ergänzt die laufenden Standardisierungsaktivitäten auf diesem Gebiet", erklärt Prof. Thomas Kürner, Koordinator des TERAPAN-Projektes.

    Das TERAPAN-Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Initiative VIP (Validierung des technologischen und gesellschaftlichen Innovationspotenzials wissenschaftlicher Forschung) gefördert und läuft von August 2013 bis Juli 2016. Die Projektpartner bringen dafür ihre Kompetenzen aus der Planung und Fertigung von monolithisch integrierten Sender- und Empfänger-Chips sowie deren Charakterisierung mit dem Entwurf von drahtlosen Funksystemen bei Terahertz-Frequenzen zusammen.

    Kontakt

    Prof. Dr.-Ing. Thomas Kürner
    Institut für Nachrichtentechnik
    Technische Universität Braunschweig
    Schleinitzstraße 22
    38106 Braunschweig
    Tel.: 0531/391-2416
    E-Mail: t.kuerner@tu-braunschweig.de
    http://www.ifn.ing.tu-bs.de

    Prof. Dr.-Ing. Ingmar Kallfass
    Institut für Robuste Leistungshalbleitersysteme
    Universität Stuttgart
    Pfaffenwaldring 47
    70569 Stuttgart
    Tel.: 0711/685-68747
    E-Mail: ingmar.kallfass@ilh.uni-stuttgart.de
    www.ilh.uni-stuttgart.de

    Dr.-Ing. Thomas Merkle
    Fraunhofer IAF
    Institut für angewandte Festkörperphysik
    Tullastrasse 72
    79108 Freiburg
    Tel.: 0761/5159-555
    E-Mail: thomas.merkle@iaf.fraunhofer.de
    www.iaf.fraunhofer.de


    Weitere Informationen:

    http://blogs.tu-braunschweig.de/presseinformationen/?p=8767
    http://www.terapan.de
    http://www.ngmn.org


    Bilder

    Terahertz-Empfänger auf einer mechanischen Rotationseinheit während einer Datenübertagung
    Terahertz-Empfänger auf einer mechanischen Rotationseinheit während einer Datenübertagung
    Quelle: TU Braunschweig/IfN

    Terahertz-Sender auf einer mechanischen Rotationseinheit während einer Datenübertagung
    Terahertz-Sender auf einer mechanischen Rotationseinheit während einer Datenübertagung
    Quelle: TU Braunschweig/IfN


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Elektrotechnik, Informationstechnik
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).