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06.10.1998 00:00

Lasertechnologie für die Umwelt

Jochen Brinkmann Kontaktstelle Schule - Universität
Technische Universität Clausthal

    Grundlagenforschung startet durch zur Anwendung: 1994 entwickelte Professor Dr. Wolfgang Schade den mobilen, leicht handhabbaren Lasersensor zur qualitativen und quantitativen On-Line Diagnostik von Schadstoffen in Wasser- und Bodenproben. Seine Ernennung an der TU Clausthal stärkt das Profil des neuen Studienganges Physik/Physikalische Technologien.

    Professor Dr.rer.nat. Wolfgang Schade wurde an der TU Clausthal für die Professur Physikalische Technologien ernannt. Die Universität gewann damit einen jungen Wissenschaftler (Jahrgang 1957), der über Meriten verfügt. Stationen des Lebenslaufes: Studium der Physik in Kiel vom Oktober '78 - bis März '84, Promotion 1987 mit einer Arbeit über Lebensdauermessungen an einfach ionisierten Atomen mit Subnanosekunden-Farbstofflasern und die Habilitation 1993 mit der Arbeit über Experimentelle Untersuchungen zur zeitaufgelösten Fluoreszenzspektrokopie mit kurzen Laserpulsen.

    Unmittelbar nach dem Studium ging Wolfgang Schade das erste Mal ins Ausland, an das Lund Institute of Technology in Schweden. Und wanderte in den Folgejahren, erfolgreich, wie sich zeigte, zwischen den Welten Universität und industrielle Praxis. So war er als Berater bei der Krupp Atlas Elektronik in Bremen von 1990 - 1992 tätig, wirkte im Arbeitskreis "Photodynamische Krebstherapie" des Medizinischen Laserzentrums in Lübeck mit ging 1992 an das Institut für Astrophysik der Universität Colorado in Boulder in den USA. 1994 wurden seine Arbeiten zur Anwendung der Laserspektroskopie in der Umweltdiagnostik auf der 43. Weltmesse für Erfindung, Forschung und industrielle Innovation in Brüssel ausgezeichnet. Schade hatte einen mobilen Lasersensor entwickelt, der Schadstoffe qualitativ und quantitativ in Wasser- und Bodenproben bestimmt. Das System ist einfach bedienbar, liefert nach zwei Minuten das Meßergebnis und ist so zur gezielten Bestimmung von Schadensfällen, beispielsweise einem Ölabscheidersystem oder an einer Mülldeponie zur Überwachung der Sickerwässer einsetzbar.

    38-jährig wurde ihm 1995 die Koordination des Industrie-Forscherverbundes des Bundesministeriums für Forschung, Bildung und Technologie zu den Grundlagen der lasergestützten schnellen Vor-Ort Bodenanalytik übertragen. Im selben Jahr gründete er gemeinsam mit Kollegen die Firma "Laser- und Umweltmeßtechnik Kiel GbR" und erweiterte seine Aktivitäten zugleich auf die europäische Ebene; Mitarbeit im COST 67, einem Austauschprogramm der Europäischen Gemeinschaft im Bereich der Laseranwendungen für die Umweltwissenschaften.

    Nach einem zweijährigen Forschungsaufenthalt am Institut für Astrophysik der Universität von Colorado in Boulder nahm er nun den Ruf auf die Professur für Physikalische Technologien an der TU Clausthal an.


    Weitere Informationen:

    http://www.pe.tu-clausthal.de/~peuw/projekte/index.html


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Mathematik, Meer / Klima, Physik / Astronomie, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Personalia
    Deutsch


     

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