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27.10.2017 09:33

Taten statt Worte – Fachverband DGSF fordert konsequentere Bekämpfung der Kinderarmut

Bernhard Schorn Geschäftsstelle
Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie e.V.

    Vor dem Hintergrund der aktuellen Zahlen zur Kinderarmut richtet die Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF) einen eindringlichen Appell an eine künftige Bundesregierung, Kinderarmut in Deutschland konsequenter zu bekämpfen.

    Kinderarmut sei Familienarmut, schreibt der Fachverband in seinem Appell „Taten statt Worte: Kinderarmut in Deutschland bekämpfen“. Sie stelle ein vielschichtiges Phänomen dar, das „transgenerationale Folgen“ für das Kind und seine Familie habe. Erlebnisse von Ausgrenzung, Scham und Ohnmacht beeinflussten tief die kindliche Entwicklung. Zudem fühlten sich Kinder in armen Familien vielfach für das Wohlergehen ihrer Eltern verantwortlich. Das führe zu einer Überforderung der Kinder, die häufig mit Wut, Traurigkeit und auffälligem Verhalten kompensiert werde. Hinzu komme die Tendenz, strukturelle Probleme im Kontext der Jugendhilfe „zu individualisieren“ und so die „Schuld für negative Entwicklungen von Kindern auf die ‚(Erziehungs-)Unfähigkeit‘ von Eltern zu verschieben“.

    Gemeinsam mit den übrigen Verbänden des „Bündnisses Kindergrundsicherung“, dem die DGSF seit 2009 angehört, richtet sich der Fachverband gleichzeitig mit einem offenen Brief an die Verhandlungsführerinnen und Verhandlungsführer der derzeit über die Bildung einer Koalitionsregierung verhandelnden Parteien. Darin fordert das Bündnis, eine Zusammenführung verschiedener finanzieller Leistungen in eine für alle Kinder geltende „Kindergrundsicherung“, die das bisher komplizierte System der Kinder- und Familienförderung vereinfachen, sozial gerechter und nachhaltiger gestalten würde.

    DGSF-Vorsitzender Dr. Björn Enno Hermans fordert die Politik zum Handeln auf: „Auch wenn wir Kinderarmut sicher nicht vollständig beseitigen können, das derzeitige Ausmaß in unserem Land ist ein Skandal. Eine neue Bundesregierung muss auf diesem Feld schnell aktiv werden. Das Bündnis Kindergrundsicherung hat konkrete und geeignete Vorschläge vorgelegt.“

    Zum DGSF-Appell „Taten statt Worte: Kinderarmut in Deutschland beenden“: www.dgsf.org/themen/stellungnahmen-1/kinderarmut-in-deutschland-bekaempfen-1
    Zum offenen Brief des Bündnisses Kindergrundsicherung: www.dgsf.org/themen/stellungnahmen-1/offener-brief-des-buendnisses-kindergrundsicherung; zur Website des Bündnisses Kindergrundsicherung: www.kinderarmut-hat-folgen.de

    verantwortlich:
    Bernhard Schorn, DGSF
    Jakordenstraße 23, 50668 Köln
    Fon (0221) 61 31 33 | Fax (0221) 9 77 21 94
    E-Mail: schorn@dgsf.org
    www.dgsf.org


    Weitere Informationen:

    http://www.dgsf.org/themen/stellungnahmen-1/kinderarmut-in-deutschland-bekaempfe...
    https://www.dgsf.org/themen/stellungnahmen-1/offener-brief-des-buendnisses-kinde...


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Gesellschaft
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

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