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Wissenschaft
Gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsminister für Gesundheit und Pflege, Klaus Holetschek, wurde am Montag das Bayerische Forschungszentrum Pflege Digital (BZPD) feierlich eröffnet. Das Forschungsinstitut der Hochschule Kempten ist bereits über zwei Jahre aktiv. Pandemiebedingt wurde nun die langersehnte offizielle Eröffnung mit einem Festakt nachgeholt.
Das Bayerische Forschungszentrum Pflege Digital widmet sich den Themen Alter, Digitalisierung und Pflege. Die Forschenden gehen entscheidenden Zukunftsfragen und Problemstellungen der pflegerischen Versorgung im digitalen Wandel, die im häuslichen Umfeld und im ambulanten Sektor zu bewältigen sind, nach. Sie beraten Politik und Gesellschaft, soziale Träger und Industrie mit dem Ziel, die Pflege von älteren Menschen unter Nutzung digitaler Möglichkeiten neu zu gestalten. Das Forschungszentrum versteht sich als Impulsgeber und Innovationstreiber für intelligente digitale Lösungen der Pflege und begleitet die Veränderungsprozesse, die mit einer zunehmenden Digitalisierung einhergehen.
Staatsminister Holetschek betonte in seinen Grußworten: „In der Digitalisierung liegt die Zukunft – das gilt auch und ganz besonders für den Bereich Gesundheit und Pflege. Wenn Digitalisierung und Pflege gemeinsam gedacht werden, dann finden wir kreative Lösungen für die Herausforderungen in diesem Bereich. Die Eröffnung des Bayerischen Forschungszentrums Pflege Digital in Kempten ist daher ein wichtiger Schritt, um Digitalisierung und Pflege sinnvoll miteinander zu verknüpfen, sodass künftig alle Betroffenen davon profitieren.“
Hochschulpräsident Prof. Dr. Wolfgang Hauke erläuterte den anwesenden Gäs-ten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft: „Die Hochschule Kempten ist ein Ort, der Fakultäten und Disziplinen, Theorie und Praxis verknüpft, um innovative Lösungen von hoher Qualität in Forschung und Lehre für den demografischen Wandel zu erreichen.“ Das BZPD sei ein weiterer Meilenstein auf dem Weg, Schwaben als Leitregion im Bereich der Pflege zu etablieren. Er unterstrich, dass die Forschungsaktivitäten des BZPD impulsgebend für innovative Lehre und Weiterbildung seien. Für eine Pflege der Zukunft mit digitalen Anteilen bedarf es geeigneter Fachkräfte, die schon heute an der Hochschule in den Studiengängen Medizininformatik, Pflege, Soziale Arbeit und Gesundheitswirtschaft ausgebildet werden.
Prof. Dr. Johannes Zacher, wissenschaftlicher Leiter des BZPD, stellte die Forschungseinrichtung vor und präsentierte anschließend mit dem Forschungsteam aktuelle Projekte. Die Vision der Forschungsarbeit beschreibt er mit den Worten: „Wir haben die Chance, mit der Digitalisierung erneut einen großen Schritt hin zu einer partizipativen, kooperativen und diversifizierten Pflege zu erleben. Lokale, digital unterstützte Netzwerke aus engagierten Personen werden mit sozial und technisch versierten Pflegefachkräften und Dienstleistenden in intelligenten Wohnumgebungen ebenbürtig zusammenarbeiten.“
Das BZPD wird mit insgesamt rund 5,8 Millionen Euro vom Wissenschaftsministerium gefördert. 5,2 Millionen Euro stammen dabei aus der Hightech Agenda Bayern. Darüber hinaus finanziert der Freistaat Bayern das BZPD mit 24 Stellen, davon 7 im Doppelhaushalt 2019/2020 und weitere 17 Stellen im Rahmen der Hightech Agenda.
Eröffnungsfeier des Bayerischen Forschungszentrums Pflege Digital an der Hochschule Kempten
Ralf Lienert
Hochschole Kempten
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
Elektrotechnik, Ernährung / Gesundheit / Pflege
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer
Deutsch
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