idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
27.03.2023 12:36

Plattform zur schnellen Entwicklung von digitalen Gesundheitsanwendungen

Alex Deeg PR und Marketing
Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

    Das Fraunhofer FIT stellt auf der DMEA (25.–27. April 2023) in Berlin eine Toolbox zur schnellen Entwicklung von digitalen Gesundheitsanwendungen vor, mit der auf dringende Bedarfe im Gesundheitsmarkt reagiert werden kann. Die Plattform integriert Anwendungen, Methoden und Lösungen aus mehreren nationalen und EU-Forschungsprojekten. Möglich werden so Gesundheitsdatenräume, die sektorübergreifend Klinik, Praxis und Pflege verbinden – insbesondere mit dem Ziel, die Lebensqualität älterer und vielfach erkrankter Menschen zu verbessern. Zweites Exponat ist eine App zur digitalen Schmerz-Anamnese, die die Befragung von Patienten mittels Papierbögen ablösen soll. Halle 2.2, D-107.

    Die Nachfrage nach digitalen Gesundheitsanwendungen ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Insbesondere hat die COVID-19-Pandemie die Nutzung solcher Systeme beschleunigt. Vernetzte Gesundheitsinformationssysteme als »Medical Data Spaces« können in klinischen Studien, für Genomdaten, in der Versorgung und Pflege, bei der Analyse von Patientenrisiken, bei Prognosen und Entscheidungen über die medizinische Versorgung sowie bei der kurz- und langfristigen Planung gewinnbringend eingesetzt werden.

    Die Abteilung »Digitale Gesundheit« des Fraunhofer FIT forscht seit Jahren im Bereich der integrierten Gesundheitsversorgung und hat in mehreren nationalen und internationalen Forschungsprojekten ein breites Spektrum von Technologien und Methoden entwickelt. Die nun vorgestellte Toolbox integriert diese Anwendungen und ermöglicht eine beschleunigte Umsetzung neuer Dienste, die gezielt die unterschiedlichen Anforderungen von Ärzten, Pflegepersonal, Patienten und Angehörigen adressieren können.

    »Ein wichtiger Aspekt für uns – neben der Benutzerfreundlichkeit – ist die Interoperabilität der entwickelten Dienste. Berücksichtigt werden dabei aktuelle Standards nationaler und EU-weiter Gesundheitsdatenräume, die rechtlichen Rahmenbedingungen für Medizinprodukte und klinische Prüfungen sowie der Datenschutz«, so Prof. Dr. Thomas Berlage, Leiter der Abteilung »Digitale Gesundheit« des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik FIT.

    Ein Beispiel für eine mit der Toolbox bereits entwickelte Anwendung ist ein ML-Dienst für IT-gestützte Pflegeberatungsbesuche, der im EFRE-NRW-Projekt »INGE – integrate4care« (https://www.gewi-institut.de/projekte/inge/) realisiert und erprobt wurde. Dieser unterstützt die häusliche Pflege und erfasst die Situation von Pflegebedürftigen und deren Angehörigen. Des Weiteren resultieren Komponenten aus den EU-Projekten CAREPATH (https://www.carepath.care) und ESCAPE (https://escape-project.org), in denen an der Entwicklung von IT-Plattformen gearbeitet wird, die die klinische Praxis bei Behandlung und Management von multimorbiden Patienten verbessern.

    >>App zur digitalen Schmerz-Anamnese

    Zudem präsentiert das Fraunhofer FIT eine neu entwickelte Schmerz-App, die die Befragung von Patienten mittels Papierbögen ablösen soll. Die App wurde zusammen mit Schmerzmedizinern realisiert und gewährleistet die digitale Verfügbarkeit der Daten für maschinelle Lernprozesse. Für die Auswertung und das Training von Modellen wurde eine Service-Plattform entwickelt, die weitere Datenquellen und maschinell erzeugte Modelle einbinden kann, um so einen maximalen Nutzen für Patientinnen und Mediziner zu erzeugen.

    Besuchen Sie uns auf dem Stand der Fraunhofer-Gesellschaft in Halle 2.2, D-107.


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Informationstechnik, Medizin
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsergebnisse
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).