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Wissenschaft
Zum Abschluss seiner sechsten Amtsperiode hat der Wissenschaftliche Beirat für Biodiversität und Genetische Ressourcen (WBBGR) dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Berlin am 25. Februar drei aktuelle Stellungnahmen mit zentralen Empfehlungen zu Biodiversität, Landwirtschaft und Klimaschutz überreicht. Prof. Dr. Inga Schleip von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) übergab als Leitautorin die Stellungnahme „Biodiversität bei klimaschonender Moorbewirtschaftung mitdenken!“.
In der Stellungnahme betonen die Wissenschaftler*innen die Bedeutung einer nachhaltigen Bewirtschaftung von Moorlandschaften für den Klimaschutz und die biologische Vielfalt. Prof. Dr. Schleip unterstreicht: „Wenn wir die Wasserstände in Mooren anheben wollen, um die Emission von Treibhausgasen zu verringern, müssen wir gleichzeitig und von vornherein Lösungen für die biodiversitätsfördernde Bewirtschaftung dieser Flächen mitdenken. Dann können wir Klimaschutz, Biodiversität und Landwirtschaft miteinander verbinden.“
Neben dieser Stellungnahme wurden zwei weitere Empfehlungen überreicht:
• „Biodiversität in der landwirtschaftlichen Pflanzenproduktion: Voraussetzung für Pflanzenschutz, Klimaschutz und Produktivität“
• „Nebenwirkungen einer Besteuerung von Fleischprodukten auf die Biodiversität berücksichtigen!“
Die erstgenannte Stellungnahme beschäftigt sich mit der Erweiterung des Verständnisses der Leistungen von Agrarsystemen um Beiträge zum Klimaschutz und zur biologischen Vielfalt neben der vordergründigen Erzeugung von Nahrungsmitteln. Die ökologische Funktionsfähigkeit der Agrarsysteme bildet die Basis für die landwirtschaftliche Produktion und die Resilienz der Agrarsysteme.
In der Stellungnahme zu den Nebenwirkungen einer Besteuerung von Fleischprodukten wird die bisher wenig diskutierte Auswirkung einer Besteuerung auf die Biodiversität in Agrarlandschaften behandelt.
Die Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Ophelia Nick betonte anlässlich der Übergabe der Stellungnahmen: “Der Erhalt der Biodiversität ist für die künftige Sicherung der Ernährung entscheidend. Denn eine hohe Biodiversität trägt wesentlich zu nachhaltiger Landwirtschaft bei und ist somit zentral für den Klimaschutz. Artenvielfalt zu stärken und mit einer nachhaltigen Produktion in Einklang zu bringen, das ist eine unserer wichtigsten Aufgaben. Die Stimme der Wissenschaft ist für unsere politischen Entscheidungen richtungsweisend. Ich danke dem Beirat für seine wertvolle Arbeit und den stets konzentrierten Blick auf die wissenschaftlichen Aspekte aktueller Fragestellungen. Und ich bin gespannt auf die Ergebnisse der Arbeiten der nächsten Amtsperiode des WBBGR.”
Die Stellungnahmen stehen auf der Webseite des WBBGR zum Download bereit:
https://www.genres.de/fachgremien/wissenschaftlicher-beirat-fuer-biodiversitaet-...
Prof. Dr. Inga Schleip
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde
Inga.schleip@hnee.de
03334/657417
Merkmale dieser Pressemitteilung:
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überregional
Forschungs- / Wissenstransfer
Deutsch
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