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Additives Fertigungsverfahren verbessert Kühlung von Fluglagern – Adrian Popp studierte mit vertiefter Praxis an der THWS und bei Schaeffler Aerospace
Adrian Popp, Absolvent des Bachelorstudiengangs Maschinenbau an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS), hat für seine Abschlussarbeit den „Global AACII Award“ in der Kategorie „New Generation“ beim 2. Luft- und Raumfahrtkongress in Nürnberg erhalten. Im Rahmen des dualen Maschinenbaustudiums entstand die Arbeit beim Praxispartner Schaeffler Aerospace in Schweinfurt, wo Popp mittlerweile als Projektleiter angestellt ist.
Mit der von ihm entwickelten, additiven Fertigungsmethode können in den Außenring von Fluglagern Kühlkanäle eingebaut werden. „Die durch diese Art der Kühlung im Vergleich zu anderen Lagern geringere entstehende Temperatur ermöglicht einen effizienteren Betrieb“, erklärt Adrian Popp. Das neuartige Fluglager wurde bereits bei Schaeffler erfolgreich getestet. Ein weiterer positiver Effekt: Durch die effizientere Kühlung kann das Ölsystem für die Kühlung aller Bestandteile des Triebwerks kleiner – und damit auch leichter – ausfallen.
Die additive Fertigung ermögliche es, Komponenten möglichst materialsparend herzustellen, und erlaube außerdem eine flexible Gestaltung, so Dr. Peter Glöckner, Geschäftsführer von Schaeffler Aerospace. Anstatt ein Bauteil aus einem Stück zu schmieden, wird das Fertigungsmaterial Schicht für Schicht aufgebaut. Damit lassen sich auch kleine Serien von Produkten mit speziellen Anforderungen schnell und kostengünstig herstellen.
Seitens der THWS betreute Prof. Dr. Alexander Versch die Abschlussarbeit mit dem Titel „Optimierung von additiv gefertigten Wälzlager-Außenringen mit integrierten Kühlkanälen für Luftfahrtanwendungen“. Prof. Dr. Versch ist außerdem Leiter des Technologietransferzentrums in Marktheidenfeld, das auf additive Fertigung spezialisiert ist: „Meine Gratulation an Herrn Popp! Das hervorragende Ergebnis seiner Abschlussarbeit beruht auf dem Prinzip fördern und fordern. Herr Popp war während seiner Abschlussarbeit bereit, die ein oder andere Extra-Meile zu gehen. Es ist sehr schön zu sehen, dass harte Arbeit und Leistungsbereitschaft auch gewürdigt werden.“
Adrian Popp hatte im Jahr 2020 ein Maschinenbau-Studium mit vertiefter Praxis bei Schaeffler und an der THWS begonnen. „Ein Vorteil eines dualen Studiums ist, dass man bereits früh an innovativen und nachhaltigen Projekten aus der Praxis arbeiten darf“, lautet sein Fazit.
Über den „Global AACII Award“
Diese Auszeichnung wird während des Luft- und Raumfahrtkongresses in Nürnberg verliehen. AACII steht für Aerospace Aviation Congress Interdisciplinary International. Der interdisziplinäre Kongress will Forschende, Unternehmen sowie Politik und Gesellschaft zusammenbringen, um Fortschritte in der Luft- und Raumfahrt voranzutreiben.
Prof. Dr. Alexander Versch
alexander.versch@thws.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
Maschinenbau, Werkstoffwissenschaften
überregional
Forschungsergebnisse, Wettbewerbe / Auszeichnungen
Deutsch
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