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31.03.2025 18:12

TU-Alumna Rabea Rogge funkt aus dem All

Stefanie Terp Stabsstelle Kommunikation, Events und Alumni
Technische Universität Berlin

    Amateurfunkexperiment mit einer SpaceX-Dragon-Kapsel von Berlin aus / Livestream am 1. April 2025, ab 9:20 Uhr

    Der Amateurfunkclub der Technischen Universität Berlin (AFuTUB) plant ein bisher einmaliges Funkexperiment: Am 1. April 2025 möchte die ehemalige TU-Studentin Rabea Rogge, die als erste deutsche Frau ins Weltall starten wird, Kontakt zur Erde aufnehmen – direkt aus einer SpaceX-Dragon-Kapsel im Orbit. Das ist ein Meilenstein für die deutsche Raumfahrt. Ein Livestream der TU Berlin überträgt das Funkgespräch direkt aus dem Funkraum der Universität in Berlin-Charlottenburg.

    Pionierarbeit im All: Rabea Rogge und die Mission Fram2
    Rabea Rogge nimmt als Pilotin an der Raumfahrtmission Fram2 teil. Die Mission soll voraussichtlich am 1. April 2025 um 3:46 Uhr deutscher Zeit vom NASA Kennedy Space Center in Florida mit einer SpaceX-Falcon-9-Rakete starten. Das Raumschiff mit den Besatzungsmitgliedern wird eine polare Umlaufbahn mit 90-Grad-Inklination erreichen. Die Mission fliegt erstmals über beide Polarregionen und soll voraussichtlich vier Tage dauern. Sie dient der wissenschaftlichen Untersuchung der Polarregionen sowie der Erforschung neuer Technologien für langfristige Raumfahrtmissionen.

    Ein besonderes Funkexperiment der TU Berlin
    In Zusammenarbeit mit dem Amateurfunkclub der TU Berlin plant die Berlinerin Rabea Rogge ein kurzes Funkgespräch aus dem All. Das Gespräch ist Teil des von ihr mitentwickelten Fram2Ham-Experiments, das weltweit Studierende zur Teilnahme an wissenschaftlicher Kommunikation im All animieren soll. Partner ist auch die internationale Organisation „Amateur Radio on the International Space Station“ (ARISS). Während der Überflugphase über Berlin versuchen die Funker*innen der TU Berlin, den Funkkontakt mit der Amateurfunkstation auf dem Dach des TU-Hauptgebäudes an der Straße des 17. Juni herzustellen, um das Gespräch zu ermöglichen.

    Ab 9:20 Uhr live dabei sein: So funken die Student*innen mit Rabea Rogge
    Die Funkkontakte sowie Eindrücke von der Amateurfunkstation auf dem Dach des TU-Hauptgebäudes werden LIVE auf dem YouTube-Kanal der TU Berlin übertragen.

    Derzeit geplanter Ablauf
    Der Funkkontakt mit Rabea Rogge ist aktuell für den 1. April 2025, ab 09:28 Uhr geplant. Der dazugehörige Livestream beginnt um 09:20 Uhr deutscher Zeit.

    Link zum Livestream „Funkexperiment mit Rabea Rogge im All“: https://www.youtube.com/live/qaL-D4d5Txg

    Hinweis: Etwaige kurzfristige Änderungen im Ablauf entnehmen Interessierte bitte folgender Webseite: https://www.tu.berlin/go203083/n68074/

    Sollte der erste Funkversuch am 1. April 2025 nicht zustande kommen können, besteht am 3. April 2025 um 9:40 (Beginn Livestream: 9:30 Uhr) erneut die Möglichkeit, mit Rabea Rogge im All Kontakt aufzunehmen.

    Die Funker*innen der TU Berlin werden die Funkversuche live kommentieren und einen Einblick in ihre Arbeit sowie die Bedeutsamkeit des Gesprächs geben. In der Videobeschreibung zum Livestream finden Interessierte aktuelle Informationen zum Ablauf.

    Für das Gespräch aus dem Orbit haben die Funker*innen Fragen von Student*innen der TU Berlin und Berliner Schüler*innen sowie des Regierenden Bürgermeisters von Berlin Kai Wegner vorbereitet. Gefunkt werden soll auf Englisch und auf Wunsch von Rogge vor allem über MINT-Themen, da sie während der Mission Wissenschaftskommunikation fördern und möglichst viele Menschen einbinden möchte. Die Funker*innen der TU Berlin wollen zudem versuchen, ein Standbild von Rabea Rogge aus der Raumkapsel zu übertragen.

    Amateurfunk-QSO mit einer fliegenden Raumkapsel
    Da nur mit begrenzter Sendeleistung gearbeitet werden kann, besteht die Herausforderung darin, das Signal unter diesen Bedingungen erfolgreich zur Erde zu übertragen. Deswegen ist es auch möglich, dass der Kontakt trotz aller Bemühungen nicht zustande kommt.

    Zusätzlich zum direkten Funkkontakt mit der TU Berlin wird das Fram2Ham-Experiment Studierenden weltweit den Empfang von Bildern der Polarregionen ermöglichen.

    Rabea Rogge: Erste deutsche Frau im Weltall
    Rabea Rogge hat Elektrotechnik an der TU Berlin studiert, bevor sie ihr Studium an der ETH Zürich beendete. Dort arbeitete sie unter anderem an einem Nanosatellitenprojekt mit und war Mitglied im Amateurfunkverein. Nach dem Studium spezialisierte sie sich auf arktische Robotik. Aktuell pausiert für die Mission ihre Promotion über autonome Boote für die Arktis an der Norwegischen Universität für Wissenschaft und Technologie in Trondheim.

    Für die Fram2-Mission hat sie sich seit acht Monaten intensiv vorbereitet, unter anderem mit einem Seekajak-Training in Alaska. Neben ihrer Rolle als Missionspilotin ist sie für wissenschaftliche Experimente an Bord verantwortlich. An persönlichen Gegenständen hat die Berlinerin eine Gedenkmedaille von Flugpionier Otto Lilienthal aus dem Berliner Museum für Verkehr und Technik sowie eine kleine Nachbildung der Freiheitsglocke im Rathaus Berlin-Schöneberg im Gepäck.

    Forschungsvorhaben an Bord
    Zu den geplanten Forschungsvorhaben an Bord gehören die erste Nutzung eines tragbaren Röntgengeräts im All zur medizinischen Bildgebung, Untersuchungen zur genetischen Anpassung an extreme Bedingungen sowie kognitive Leistungsstudien unter Raumfahrtbedingungen. Zudem wird Rabea Rogge Lichtphänomene in den Polarregionen untersuchen, die Polarlichtern ähneln.

    Der Amateurfunkclub der TU Berlin: Wissenschaftliche Experimente und internationale Zusammenarbeit
    Der 1972 gegründete Amateurfunkclub der TU Berlin betreibt auf dem Dach des Hauptgebäudes eine Amateurfunkstation, mit der Studierende erfolgreich in alle Welt funken. Der Club engagiert sich zudem in der Ausbildung von Studierenden. Neben Amateurfunkkursen bietet er in Kooperation mit den Fachgebieten Raumfahrttechnik und Hochfrequenztechnik Lehrveranstaltungen zu Satellitenkommunikation und Radioastronomie an. Auch internationale Kooperationen, wie mit dem Funkclub der ETH Zürich, gehören zum Profil des Clubs. Der erste Kontakt zwischen Rabea Rogge und den TU-Funker*innen entstand bereits während eines Ausbildungsfunkgesprächs zwischen Studierenden der TU Berlin und der ETH Zürich, einer Partneruniversität in der ENHANCE-Allianz.

    Foto-Download
    Honorarfreie Fotos für die aktuelle Berichterstattung finden Sie online unter: https://www.tu.berlin/go203083/n68017/

    Weiterführende Informationen:
    • Übertragung des Starts der Falcon-9-Rakete im Livestream: https://www.spacex.com/launches/mission/?missionId=fram2
    • Informationen zur Mission Fram2: https://f2.com/
    • Informationen zum Amateurfunkclub der TU Berlin: https://www.dk0tu.de/
    • Flugbahn live verfolgen: https://nextspaceflight.com/

    Kontakt:
    Steffi Terp
    Pressesprecherin
    Stabstelle Kommunikation Events Alumni
    Tel.: +49 (0)30 314-23922
    E-Mail: pressestelle@tu-berlin.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Elektrotechnik, Physik / Astronomie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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