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Wissenschaft
Begriffe wie „Ökodiktatur“ oder „grüne Eliten“ prägen zunehmend den öffentlichen Diskurs. Rechte Narrative stellen notwendigen Klimaschutz gezielt als Bedrohung der Freiheit dar – oft verstärkt durch soziale Medien. Wie beeinflussen diese Erzählungen die gesellschaftliche Transformation? Um diese Frage zu diskutieren, laden das Zentrum für Transformationsforschung und Nachhaltigkeit (transzent) der Bergischen Universität Wuppertal und das Wuppertal Institut am 22. Januar 2026 um 18 Uhr zum zweiten Mal in Folge in die CityKirche in Wuppertal ein. Die Veranstaltung “Demokratie unter Druck” steht dieses mal unter dem Titel "Rechte Narrative – die Rolle der Medien im Klimadiskurs".
Wuppertal, 8. Januar 2026: In den vergangenen Jahren treten vermehrt rechte Narrative im öffentlichen Diskurs über Klimaschutz und Transformationsherausforderungen auf. Eine zentrale Rolle bei der Entstehung und vor allem der schnellen Verbreitung dieser Erzählungen spielen Medien. Dazu zählen insbesondere soziale Plattformen, auf denen Akteur*innen aus dem rechten Spektrum ihre Botschaften wirkungsvoll platzieren und gegenseitig verstärken können. Die Veranstaltung geht vor diesem Hintergrund der Frage nach, wie solche Narrative entstehen, wer sie verbreitet, wie sie die öffentliche Wahrnehmung über den Klimawandel beeinflussen und damit auch die Bereitschaft, die notwendigen Klimaschutzmaßnahmen konsequent umzusetzen.
Nach einer Begrüßung durch Prof. Dr. Birgitta Wolff, Rektorin der Bergischen Universität Wuppertal, und einer kurzen inhaltlichen Einführung in das Thema von Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, Präsident und wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertal Instituts, folgen drei Impulsvorträge:
- Dr. Hauke Dannemann von der Goethe-Universität Frankfurt spricht über die Entstehung rechter Narrative, über völkisch geprägte Deutungsmuster in der Umwelt- und Klimapolitik und setzt sich damit auseinander, wie autoritäre Akteur*innen heute demokratische Leitbilder unterwandern.
- Florian Teller von der Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN) geht der Frage nach, wie extrem rechte Akteur*innen den Natur- und Umweltschutz für sich ideologisch instrumentalisieren.
- Louisa Pröschel von der Universität Hamburg setzt sich in ihrem Impulsvortrag mit den Debatten insbesondere in den sozialen Medien auseinander und analysiert, inwieweit sich hier ein Kulturkampf abzeichnet.
Im Anschluss diskutieren die Referierenden gemeinsam darüber, welche Bedeutung rechte Narrative und mediale Dynamiken für die demokratische Ausgestaltung einer wirksamen Klima- und Transformationspolitik haben. Jun.-Prof. Dr. Karoline Augenstein vom transzent moderiert die Podiumsdiskussion.
Die Teilnahme ist kostenfrei, die Plätze sind jedoch begrenzt. Um vorherige Anmeldung wird gebeten.
Auf einen Blick
Veranstaltung: "Demokratie unter Druck Vol. 2: Rechte Narrative – die Rolle der Medien im Klimadiskurs"
Wann: 22. Januar 2026, 18 bis 20 Uhr (Einlass ab 17:30 Uhr)
Wo: CityKirche Elberfeld, Kirchplatz 2, 42103 Wuppertal
Anmeldung zur Veranstaltung: https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLScetAJ9ZswHElx2BAIHFO1WQZlKi8HlQhIlB9aU...
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Gemeinsame Pressemitteilung
Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH
ViSdP: Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, Präsident und wissenschaftlicher Geschäftsführer
Kontakt: Luisa Lucas, stellvertretende Pressesprecherin
Tel: +49 202 2492-292
E-Mail: luisa.lucas@wupperinst.org
Zentrum für Transformationsforschung und Nachhaltigkeit (transzent)
Kontakt: Julius Merkens, M.Sc., Wissenschaftlicher Koordinator transzent
E-Mail: jmerkens@uni-wuppertal.de
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Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH
Das Wuppertal Institut ist ein umsetzungsorientiertes Forschungsinstitut mit Wurzeln in Nordrhein-Westfalen und globalem Horizont. Gemeinsam mit seinen Stakeholdern gestalten die Forschenden Transformationsprozesse mit der Vision, eine nachhaltige Welt für alle zu schaffen. Dazu entwickeln sie wissenschaftsbasierte Lösungen für ökologische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen: von konkreten Maßnahmen für Städte und Unternehmen, Land, Bund und EU bis zu Impulsen für internationale Klimaverhandlungen. Dabei haben die Mitarbeitenden immer das große Ganze im Blick und verknüpfen Zukunftswissen aus verschiedenen Forschungsfeldern und Themengebieten.
→ wupperinst.org
Zentrum für Transformationsforschung und Nachhaltigkeit (transzent)
Das transzent ist ein Kompetenzzentrum an der Bergischen Universität Wuppertal, das 2013 in Kooperation mit dem Wuppertal Institut gegründet wurde. Es schlägt eine Brücke von der Universität zur Praxis, indem durch transdisziplinäre Forschung Experimentierräume für sozial-ökologische Transformationsprozesse geschaffen werden. Sein Ziel ist es, Transformationslösungen zu entwickeln und zu erproben, die ein gutes Leben für alle innerhalb planetarer Grenzen ermöglichen. Neben der Forschung und dem Wissenstransfer fließen die gewonnenen Erkenntnisse auch in die universitäre Lehre ein, um Studierende für die Herausforderungen der Nachhaltigkeitstransformation zu sensibilisieren und zu befähigen.
→ transzent.uni-wuppertal.de/
https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLScetAJ9ZswHElx2BAIHFO1WQZlKi8HlQhIlB9aU... Anmeldung zur Veranstaltung
https://wupperinst.org/fileadmin/redaktion/downloads/misc/2026_Programm_Demokrat... Programm
https://wupperinst.org/fileadmin/redaktion/downloads/misc/2025_Plakat_Demokratie... Veranstaltungsplakat
Demokratie unter Druck Vol. 2: öffentliche Podiumsdiskussion am 22. Januar 2026 in Wuppertal
Copyright: Wuppertal Institut
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, jedermann
Gesellschaft, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Meer / Klima, Politik, Umwelt / Ökologie
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

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