idw - Informationsdienst
Wissenschaft
Zum Jahresstart enden bei mehreren bundesweiten Eignungstest die Anmeldefristen – ein guter Zeitpunkt, die eigene Bewerbungsstrategie zu prüfen. In Medizin, Pharmazie und Psychologie können Testergebnisse im Auswahlverfahren entscheidend sein und die Zulassungschancen verbessern. Der aktualisierte CHE Ratgeber aus der Reihe „CHE kurz + kompakt“ gibt einen schnellen Überblick über Verfahren, Gewichtungen und typische Stolpersteine – inklusive Checklisten für die nächsten Schritte.
Medizinstudium startet überwiegend im Wintersemester
Im Jahr 2025 standen Studieninteressierten in Deutschland rund 12.000 Medizin-Studienplätze an 41 Standorten staatlicher Hochschulen zur Verfügung. Die meisten Erstsemester der Humanmedizin gab es in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg.
Der überwiegende Teil der Erstsemester startet das Studium jeweils zum Wintersemester. Aber auch bereits zum kommenden Sommersemester, beginnend im April 2026, gibt es an einigen Hochschulen die Möglichkeit ein Medizinstudium zu beginnen.
Die Stiftung für Hochschulzulassung (https://www.hochschulstart.de/) koordiniert deutschlandweit das Zulassungsverfahren für ein Studium in den Fächern Human-, Tier- und Zahnmedizin sowie Pharmazie. Ausgenommen sind Studienplätze an privaten Hochschulen in Deutschland, die an insgesamt sechs verschiedenen Standorten ein Medizinstudium anbieten und für die man sich direkt bei den Hochschulen bewerben muss.
Die Bewerbungsphase bei hochschulstart.de für den Studienbeginn im Sommersemester endet bereits am 15. Januar 2026. Es ist zu beachten, dass die Bewerbung nicht ausschließlich online abgewickelt wird, sondern ein Teil der Unterlagen bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist per Post bei der Stiftung für Hochschulzulassung eingegangen sein muss. Die Stiftung weist hier aktuell auf die mittlerweile verlängerten Zustellfristen der Post von 3 bis 4 Tagen hin.
Studierfähigkeitstests verbessern Chancen beim Auswahlverfahren
Viele Fragen rund um das Auswahlverfahren beantwortet ein aktualisierter Ratgeber des CHE Centrum für Hochschulentwicklung. Die Broschüre aus der Reihe „CHE kurz + kompakt“ erklärt u. a. die Bedeutung der Abiturnote beim Auswahlverfahren sowie neue Modelle, wie eine „Landarztquote“. Hierbei wird in einigen Bundesländern ein Teil der Studienplätze vorab an Bewerber*innen vergeben, die sich verpflichten, nach dem Studium für einen bestimmten Zeitraum eine hausärztliche Tätigkeit in einer ärztlich unterversorgten Region auszuüben.
Seine Chancen beim Auswahlverfahren verbessern kann man mit einer Teilnahme am Test für medizinische Studiengänge, kurz TMS. Dieser Test findet auch für die Vergabe von Studienplätzen in Zahn- und Tiermedizin Verwendung. Für ein Human-/Zahnmedizin-, Pharmazie- oder Hebammenwissenschaft-Studium in Hamburg gibt es noch einmal separate Tests (HAM-Nat, HAM-SJT, HAM-Man und HAM-Mid). Der HAM-Nat wird auch von der Universität Magdeburg als Auswahlkriterium für das Medizinstudium herangezogen.
Für die Pharmazie gibt es mit dem PhaST (Pharmazie-Studieneignungstest) einen separaten Test. Auch für das stark nachgefragte Studienfach Psychologie gibt es mit dem Ba-Psy-DGPs mittlerweile einen bundesweit einheitlichen Auswahltest, der zum WS 2026/27 von über 40 staatlichen Universitäten für die Vergabe von Studienplätzen für den Psychologie-Bachelor herangezogen wird.
Testergebnis kann Zulassungsergebnis nur verbessern, nicht verschlechtern
Die Teilnahme an einem solchen Studierfähigkeitstest stuft Cort-Denis Hachmeister als sinnvoll ein, auch wenn sie kostenpflichtig sind. „Immer mehr Hochschulen berücksichtigen die Testergebnisse bei der Studienplatzvergabe in hohem Maße. Im Fach Humanmedizin ist die Berücksichtigung der Testergebnisse für die Hochschulen sogar verpflichtend. Mit dem Testergebnis kann man seine Zulassungschancen nur verbessern, aber nicht verschlechtern“, so der Experte für Hochschulzulassung beim CHE. „Sogar im Gegenteil: Da, wo Hochschulen die Abiturergebnisse und die Testergebnisse beispielweise im Verhältnis 60 % zu 40 % kombinieren, erhält man ohne Testteilnahme dann Null Punkte für den Test und riskiert seinen Studienplatz.“
Die Teilnahme am TMS und am Ba-Psy-DGPs kostet aktuell 100 Euro, der HAM-Nat 95 Euro, der PhaSt 75 Euro Die Tests werden meist an verschiedenen Standorten in Deutschland angeboten. Einige Anmeldefristen enden bereits im Januar bzw. Februar.
Über die Publikation:
In der Reihe „CHE kurz + kompakt“ gibt es auf insgesamt sechs Seiten jeweils Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema. Eine kommentierte Linkliste und Checkliste für nächste Schritte und weitere Recherchen runden das Infopaket im pdf-Format ab. Autor der Publikation „CHE kurz + kompakt – Auswahlverfahren Medizinstudium“ ist Cort-Denis Hachmeister. Darüber hinaus bietet das CHE auch einen Ratgeber zum Medizin- und Pharmaziestudium ohne Abitur sowie dem Medizinstudium für deutsche Studierende an europäischen Hochschulen an.
Cort-Denis Hachmeister
Studienautor, Senior Expert Datenanalyse
CHE Centrum für Hochschulentwicklung
Tel. 05241 9761-35
E-Mail cort-denis.hachmeister@che.de
Hachmeister, Cort-Denis: CHE kurz + kompakt - Auswahlverfahren Medizinstudium, Gütersloh, 2026, 6 Seiten
https://www.che.de/download/medizinstudium/ - Link zum Ratgeber
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Lehrer/Schüler, jedermann
Medizin, Psychologie
überregional
Studium und Lehre
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).