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Wissenschaft
Industrielle Abwässer enthalten häufig Öle und Fette, die unsere Flüsse und Meere belasten können. Für Unternehmen gelten deshalb strenge Vorgaben, bevor das Wasser wieder in die Umwelt gelangen darf. Ein neues gemeinsames Vorhaben der inomat GmbH, der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar) und der Universität des Saarlandes will moderne Filtermembranen entwickeln, die diese Verunreinigungen zuverlässig und ressourcenschonend abtrennen. Es wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und vom Saarland mit 865.000 Euro gefördert.
Im Mittelpunkt steht die Neuentwicklung von so genannten Mixed-Matrix-Membranen auf Metallträgern, die im Vergleich zu konventionellen Komposit-Membranen bei geringeren Temperaturen hergestellt werden, ohne ihre Temperaturbeständigkeit durch schonende Herstellung einzubüßen. Beide Ansätze sparen sowohl in der Herstellung als auch für die Regeneration der Filter Energie und verringern den Ausstoß von CO2. So entsteht eine Technik, die sowohl die Umwelt schont als auch langfristig die Kosten in der Industrie reduzieren kann. Dabei wird die sehr gute thermische Stabilität solcher Membranen, gepaart mit ihrer mechanischen Flexibilität, neue Einsatzmöglichkeiten eröffnen. Entstehen Membranen, die Öl und Wasser effizient trennen und sich gut regenerieren lassen, profitieren Gewässer, Klima sowie Forschung und Industrie in der Region zugleich.
Auf wissenschaftlicher Ebene arbeiten zwei Forschungsgruppen zusammen, die sich mit Membranen und modernen Polymeren beschäftigen. An der htw saar forscht die Gruppe von Professor Matthias Faust an Filtrationsprozessen und technischen Anwendungen von Membranen. An der Universität des Saarlandes entwickelt die Gruppe von Professor Markus Gallei sogenannte smarte Polymere, die auf Temperatur- oder sonstige Umgebungsänderungen reagieren und sich dadurch besonders gut für anpassungsfähige, nachhaltige Filter eignen.
Als regionaler Partner aus der Industrie bringt die inomat GmbH aus Neunkirchen mehr als 20 Jahre Erfahrung mit innovativen Beschichtungen und neuen nanotechnologischen Materialien ein. Das zertifizierte Unternehmen entwickelt maßgeschneiderte Lösungen für verschiedene Branchen und steht für ein nachhaltiges Qualitäts- und Umweltmanagement.
Das Projekt zeigt, wie Industrie und Forschung in der Region gemeinsam Lösungen für aktuelle Umweltfragen entwickeln können. Das Vorhaben stärkt den Technologiestandort Saarland und baut die Zusammenarbeit zwischen regionalen Firmen und Hochschulen weiter aus.
Prof. Dr. Markus Gallei
Tel.: (0681) 3024840
E-Mail: markus.gallei@uni-saarland.de
Die (unterhaltsame) Illustration zeigt das Wirkprinzip der Membranen, die die Arbeitsgruppe von Mark ...
Quelle: Gallei-Lab
Copyright: Gallei-Lab
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wirtschaftsvertreter
Chemie, Umwelt / Ökologie
regional
Forschungsprojekte, Kooperationen
Deutsch

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