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Wissenschaft
Satellit InnoCube feiert ersten Geburtstag im All / internationales Amateurfunkevent am 14. Januar 2025 geplant
Am 14. Januar 2026 feiert der Satellit InnoCube der TU Berlin seinen ersten Geburtstag im All. Der 3U-CubeSat wurde am 14. Januar 2025 gestartet und befindet sich seitdem erfolgreich im Erdorbit. In den vergangenen zwölf Monaten hat InnoCube bereits mehr als 5.397 Erdumrundungen absolviert (Stand: 7. Januar 2026) und innovative Technologien getestet. Erstmals wurde ein am Boden trainierter, KI-basierter Lageregler erfolgreich im All erprobt.
Erfolgreiche Kooperation zwischen Würzburg und Berlin
InnoCube ist der 31. Satellit der TU Berlin und entstand im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen dem Lehrstuhl für Informationstechnik für Luft- und Raumfahrt der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und dem Fachgebiet Raumfahrt der Technischen Universität Berlin. Das Projekt vereint universitäre Forschung mit praxisnaher Lehre und bietet Student*innen die außergewöhnliche Möglichkeit, aktiv an der Entwicklung, dem Betrieb und der Auswertung einer realen Satellitenmission mitzuwirken.
Innovative Technologien erfolgreich im All getestet
Zu den Primärnutzlasten von InnoCube zählen zwei technologische Innovationen: der kabellose Satellitenbus SKITH, der herkömmliche Kabelverbindungen mit robuster Software ersetzt, sowie die neuartige Batterie WallE, die gleichzeitig als Energiespeicher dient und dadurch Gewicht sowie Volumen einspart. Beide Systeme wurden im Orbit erfolgreich getestet und lieferten wertvolle Daten für zukünftige Raumfahrtmissionen.
Darüber hinaus leisteten zahlreiche Studierende wichtige Beiträge, unter anderem bei der Entwicklung, Integration und dem Betrieb der Amateurfunknutzlast des Satelliten.
Morsezeichen aus dem All: Amateurfunk verbindet die Welt
Über die Amateurfunknutzlast sendete InnoCube regelmäßig sogenannte Beacon-Signale im Morsecode aus. Diese konnten von Funkamateur*innen und Raumfahrtbegeisterten auf mehreren Kontinenten empfangen werden. Ein besonderes Highlight war das Weihnachtsevent 2025, bei dem der Satellit an mehreren Tagen Weihnachtsgrüße aus dem All übermittelte. Weltweit gingen zahlreiche Empfangsberichte ein.
Anlässlich des ersten Geburtstags ist erneut ein internationales Empfangsevent geplant. Den gesamten Tag über wird InnoCube am 14. Januar 2026 Beacon-Signale über verschiedene Regionen der Erde aussenden. Funkamateur*innen weltweit sind eingeladen, die Signale zu empfangen und zu dekodieren.
Künstliche Intelligenz im Einsatz: Lernende Lageregelung im Orbit
Über die Primärmission hinaus diente InnoCube auch als Plattform für weiterführende Forschungsarbeiten. Im Rahmen des Würzburger Nachfolgeprojekts „Lernende Lageregelung (LeLar)“ wurde erstmals ein am Boden trainierter, KI-basierter Lageregler im All erprobt. Dieser Regler steuert die Ausrichtung des Satelliten. Die erfolgreiche Demonstration lieferte wichtige Erkenntnisse für die Entwicklung zukünftiger autonomer und lernfähiger Raumfahrtsysteme.
Ausblick: Studierende übernehmen den Betrieb
Die Ergebnisse der Mission liefern wertvolle Erfahrungen für kommende Kleinsatellitenprojekte und die Weiterentwicklung innovativer Raumfahrtsysteme. Nach Abschluss der wissenschaftlichen Mission Ende Juni 2026 soll InnoCube vom studentischen Betriebsteam StudOps der TU Berlin weiterbetrieben werden. Student*innen erhalten damit die Möglichkeit, eigenständig Experimente zu planen, durchzuführen und auszuwerten – direkt mit einem Satelliten im Orbit.
Internationales Empfangsevent
Weitere Informationen zum geplanten Empfangsevent anlässlich des ersten Geburtstags von InnoCube sind im Forum der LibreSpace Community zu finden: https://community.libre.space/t/innocube-anniversary-cw-beacon/14234
Weitere Informationen zur Mission von InnoCube:
Forschungsprojekt InnoCube auf der Fachgebietsseite https://www.tu.berlin/go149728/
Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:
Victoria Koßack
Fachgebiet Raumfahrttechnik
Fakultät V – Verkehrs- und Maschinensysteme
E-Mail: v.kossack@tu-berlin.de
Tel.: 030 / 314 75872
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Physik / Astronomie
überregional
Forschungsprojekte
Deutsch

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