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Erfolgreicher Abschluss der "Projects for Peace" der Universität Mainz mit Förderung des Middlebury College in den USA
Drei Studentinnen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) haben sich im Rahmen des Förderprogramms "Projects for Peace" für Frieden, Bildung und nachhaltige Entwicklung engagiert. In den vergangenen Monaten haben sich Greta Hafeneger, Mariel-Sophie Sprock und Rahel Schneider für ein Projekt eingesetzt, das die Schulpartnerschaft zwischen dem Gymnasium Mainz-Oberstadt (GMO) und der Brilliant Pre-Primary and Primary School Ushirika in Tansania stärkt. Ermöglicht wurde das Engagement durch eine Förderung des Middlebury College in Höhe von 10.000 US-Dollar, die im Kontext der langjährigen Partnerschaft zwischen der JGU und dem renommierten Liberal Arts College in den USA vergeben wird. Das Programm "Projects for Peace" unterstützt Studierende in der eigenständigen Umsetzung von Friedensprojekten mit gesellschaftlicher Relevanz.
Das Friedensprojekt der drei Mainzer Studentinnen mit dem Titel "Fostering Peace through Education, Intercultural Exchange, and Sustainable Development in Tansania" zielte darauf ab, den interkulturellen Austausch zwischen Deutschland und Tansania zu fördern sowie Bildungs- und Zukunftsperspektiven für Kinder und Jugendliche nachhaltig zu verbessern. Dabei arbeiteten die Studentinnen eng mit dem Mainzer Verein "GO for Tansania" zusammen, der die Schule in Ushirika gemeinsam mit dem Gymnasium Mainz-Oberstadt GMO finanziert.
Austausch und Bildungsarbeit in Mainz
Auf deutscher Seite gestalteten die Studentinnen mehrere Unterrichtseinheiten für die Oberstufe des GMO. Thematisiert wurden unter anderem globale Herausforderungen wie der Klimawandel, die deutsche Kolonialgeschichte und Ressourcenkonflikte. Die Schülerinnen und Schüler hatten dabei die Möglichkeit, für einen tieferen Einblick in diese Themen mit Expertinnen und Experten aus Deutschland und Tansania in direkten Austausch zu treten.
So berichtete etwa Lameck Zacharia, JGU-Student aus Tansania, im Sozialkundeunterricht am GMO aus persönlicher Perspektive über die deutsch-tansanischen Beziehungen. Im Erdkunde-Leistungskurs wurde der Konflikt um die Massai thematisiert – unter Mitwirkung der JGU-Absolventinnen Jamila Ramadhani und Laura Müller sowie Dr. Makame Omar Makame aus dem Ministerium für Wirtschaft und Fischerei in Sansibar. Im Geschichtsunterricht diskutierten Dr. Bernhard Gißibl vom Leibniz-Institut für Europäische Geschichte und Lameck Zacharia gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern über die deutsche Kolonialvergangenheit in Tansania und deren Bedeutung bis in die Gegenwart.
Darüber hinaus waren die Studentinnen eingeladen, ihr Projekt beim Sommerfest des Gymnasiums vorzustellen. Mit von tansanischen Schülerinnen und Schülern gestalteten Stickern, Pfandtonnen auf dem Schulgelände und weiteren Aktionen sammelten sie Spenden für GO for Tansania e. V. und erhöhten zugleich die Sichtbarkeit der Schulpartnerschaft.
Konkrete Verbesserungen vor Ort in Tansania
In Tansania lag der Schwerpunkt des Projekts auf der bedarfsgerechten Unterstützung der Partnerschule, die für viele der Schülerinnen und Schüler gleichzeitig ihr Zuhause ist. In enger Abstimmung mit Schulleiter Deo Shayo und dem Verein "GO for Tansania" organisierten die Studentinnen unter anderem Nähmaschinen, die den Schülerinnen und Schülern neue Möglichkeiten der beruflichen Qualifizierung eröffnen. Diese Investition zielt darauf ab, die Bildungsmöglichkeiten der Kinder zu verbessern, indem eine Basis zur Selbsthilfe geschaffen wird.
Zudem wurden Betten und Matratzen angeschafft sowie ein Gästezimmer mit sanitärer Ausstattung eingerichtet, um künftig Besuche und Freiwilligeneinsätze aus Mainz zu ermöglichen. Ein weiterer Meilenstein war die Finanzierung von Solarpaneelen, durch die die Schule künftig eigenen Strom erzeugen und langfristig Kosten einsparen kann. Ziel ist es, die Schule nachhaltig zu stärken.
Praktische Friedensarbeit für Studierende
Für die Studentinnen war das Projekt eine besondere Gelegenheit, theoretisches Wissen aus dem Studium in die gelebte Praxis zu überführen. "Da wir während unseres Bachelorstudiums viel theoretisches Wissen erworben haben, war dies eine großartige Möglichkeit, praktische Erfahrungen in den Bereichen Entwicklungshilfe, Friedensförderung und Projektmanagement zu sammeln", so Greta Hafeneger, Mariel-Sophie Sprock und Rahel Schneider. Besonders positiv betonen sie die verlässliche Zusammenarbeit mit GO for Tansania e. V., durch die sie wertvolle Einblicke in die Vereinstätigkeit erhalten haben und die sie auch über das Projektende hinaus fortsetzen möchten: "Wir bedanken uns beim Verein und allen Mitwirkenden des Projekts für ihre Unterstützung. Durch ihre Hilfe bei der praktischen Umsetzung und den wertschätzenden Austausch ist das Projekt innerhalb von wenigen Monaten zur Realität geworden."
Bildmaterial:
https://download.uni-mainz.de/presse/02_politik_projects-for-peace_tansania_naeh...
Schülerinnen und Schüler in Ushirika in Tansania üben sich in der Bedienung von Nähmaschinen
© GO for Tansania e. V.
https://download.uni-mainz.de/presse/02_politik_projects-for-peace_tansania_team...
Die drei Studentinnen der JGU – (von rechts) Greta Hafeneger, Mariel-Sophie Sprock und Rahel Schneider – mit dem Team von GO for Tansania e. V. beim Sommerfest des GMO
© GO for Tansania e. V.
Weiterführende Links:
• https://internationale.politik.uni-mainz.de/ – Arbeitsbereich Internationale Beziehungen am Institut für Politikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU)
• https://www.middlebury.edu/projects-for-peace – Projects for Peace des Middlebury College
• https://www.go-for-tansania.de/ – Verein „GO for Tansania”
• https://gymnasium-oberstadt.de/ – Gymnasium Mainz-Oberstadt
Lesen Sie mehr:
• https://presse.uni-mainz.de/studierende-der-johannes-gutenberg-universitaet-main... – Pressemitteilung "Studierende der Johannes Gutenberg-Universität Mainz leisten Friedensarbeit" (23.06.2025)
• https://presse.uni-mainz.de/50-jahre-hochschulpartnerschaft-mainz-middlebury/ – Pressemitteilung "50 Jahre Hochschulpartnerschaft Mainz – Middlebury" (11.05.2009)
Dr. Friedrich Plank
Institut für Politikwissenschaft
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
55099 Mainz
E-Mail: friedrich.plank@politik.uni-mainz.de
https://internationale.politik.uni-mainz.de/en/international-relations/dr-friedr...
Schülerinnen und Schüler in Ushirika in Tansania üben sich in der Bedienung von Nähmaschinen
Copyright: © GO for Tansania e. V.
Die drei Studentinnen der JGU – (von rechts) Greta Hafeneger, Mariel-Sophie Sprock und Rahel Schneid ...
Copyright: © GO for Tansania e. V.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, jedermann
fachunabhängig
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Kooperationen
Deutsch

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