idw - Informationsdienst
Wissenschaft
In den großen kreisfreien Städten hat sich das Angebot an möbliert und befristet vermieteten Wohnungen in den letzten Jahren stark ausgeweitet. Nach einer neuen Auswertung des Instituts für Wohnen und Umwelt (IWU) im Auftrag des Bundesbauministeriums und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) entfielen in den Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern, in denen die Mietpreisbremse gilt, Ende 2024 bereits mehr als 30 Prozent aller Wohnungsinserate auf dieses Sondermietsegment. Im Jahr 2012 waren es lediglich rund 15 Prozent.
In den großen kreisfreien Städten hat sich das Angebot an möbliert und befristet vermieteten Wohnungen in den letzten Jahren stark ausgeweitet. Nach einer neuen Auswertung des Instituts für Wohnen und Umwelt (IWU) im Auftrag des Bundesbauministeriums und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) entfielen in den Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern, in denen die Mietpreisbremse gilt, Ende 2024 bereits mehr als 30 Prozent aller Wohnungsinserate auf dieses Sondermietsegment. Im Jahr 2012 waren es lediglich rund 15 Prozent.
Damit betrifft in Städten dieser Größenordnung inzwischen etwa fast jedes dritte Wohnungsangebot eine möblierte und nur auf Zeit vermietete Wohnung. „Möblierte und befristete Mietverhältnisse sind kein Randphänomen mehr, sondern prägen den Wohnungsmarkt in den Metropolen zunehmend“, sagte der BBSR-Wohnungsmarktexperte Alexander Schürt. „In kleinen und mittleren Großstädten, in städtischen Kreisen sowie in ländlichen Räumen liegt der Anteil dagegen seit Jahren auf einem deutlich niedrigeren und weitgehend stabilen Niveau.“
Die Forscher sehen in den Ergebnissen einen Zusammenhang mit der Einführung der Mietpreisbremse 2015 und eine gezielte Verlagerung von Wohnungsangeboten in ein weniger stark reguliertes beziehungsweise intransparentes Marktsegment. „Die Daten sprechen dafür, dass ein Teil des unmöblierten Mietwohnungsangebots in das möbliert und befristet vermietete Segment verschoben wird, um die Mietpreisbremse zu umgehen“, so Schürt.
Parallel dazu sind die Mieten in diesem Segment kräftig gestiegen. Bundesweit erhöhte sich die durchschnittliche Angebotsmiete für möblierte Zeitwohnungen zwischen 2012 und Ende 2024 um mehr als 80 Prozent auf über 27 Euro je Quadratmeter. In Städten mit Mietpreisbremse lagen die Preise zuletzt bei gut 30 Euro, in Städten ohne Mietpreisbremse bei rund 21 Euro. Besonders stark fielen die Anstiege im Neubau sowie bei gewerblichen Anbietern aus, während sich privat vermietete möblierte Wohnungen deutlich moderater verteuerten.
Grundlage der Untersuchung waren mehr als 17,2 Millionen Online-Mietinserate aus den Jahren 2012 bis 2024, im Schnitt rund 300.000 pro Monat. Das BBSR will die Entwicklung in einer Folgestudie weiter analysieren, um den Einfluss von Regulierung und Ausweichstrategien auf die Wohnungsmärkte genauer zu bestimmen.
Die Studie „Mietwohnungssegmente – Bedeutung und Auswirkungen auf den Mietwohnungsmärkten“ ist auf der Website des BBSR unter www.bbsr.bund.de abrufbar.
Download:
http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/veroeffentlichungen/bbsr-online/2026/bbsr-online-01-2026.html
Kontakt
Christian Schlag
Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Stab Direktor und Professor
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
Deichmanns Aue 31–37
53179 Bonn
Tel.: +49 228 99 401-1484
E-Mail: pressestelle.bbsr@bbr.bund.de
***
Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) berät als Ressortforschungseinrichtung die Bundesregierung bei Aufgaben der Stadt- und Raumentwicklung sowie des Wohnungs-, Immobilien- und Bauwesens.
Anteil inserierter Angebote für möbliert und befristet vermietete Wohnungen an allen Inseraten nach ...
Copyright: IWU
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, jedermann
Bauwesen / Architektur, Gesellschaft, Politik, Wirtschaft
überregional
Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Publikationen
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).