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Im Fach Chemie führen rechnerisch vier von fünf Masterabschlüsse später zu Promotionen. Die meisten Doktorarbeiten werden im Fach Medizin verfasst. Dies zeigt ein aktueller DatenCHECK des CHE Centrum für Hochschulentwicklung.
Medizin Spitzenreiter bei Promotionszahlen mit steigenden Zahlen
Promotionen stellen den höchsten zu erlangenden Studienabschluss an deutschen Hochschulen dar. Laut Statistischem Bundesamt erhielten 2024 rund 28.000 Menschen ihren Doktortitel. Mit einer Anzahl von 7.400 wurde dabei jede vierte Promotion im Fach Medizin abgeschlossen. Ebenfalls beliebte Disziplinen sind Biologie oder Chemie mit rund 2.000 Promotionen im Jahr 2024.
Während die Zahl der Studienanfänger*innen in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommen hat, ist die Zahl der Promotionen vergleichsweise konstant. „Dass sich die Entwicklung der Studierendenzahlen nicht in mehr Doktorarbeiten niederschlägt, könnte an einem ‚Deckeneffekt‘ liegen“, so Cort-Denis Hachmeister. „Dies bedeutet, dass die Anzahl der Promotionsmöglichkeiten, insbesondere deren Finanzierung durch Stipendien oder Projektstellen, nicht im gleichen Umfang mitgewachsen ist, wie die Zahl der Studierenden“, erklärt der CHE Datenexperte.
Überwiegender Teil der Chemiestudierenden promoviert später
Im 12-Jahres-Vergleich des DatenCHECKs vom CHE ist die Zahl der Promotionen in der Medizin von 2012 bis 2024 von rund 6.400 auf 7.400 gestiegen. Rückläufige Tendenzen gibt es dagegen in Fächern wie Biologie, Rechtswissenschaften, Betriebswirtschaftslehre oder Germanistik.
Des Weiteren wurde für den DatenCHECK das Verhältnis zwischen der Zahl der abgeschlossenen Promotionen und der Anzahl zur Promotion qualifizierender Studienabschlüsse auf Masterniveau an Universitäten untersucht. Hier nimmt die Chemie mit einer rechnerischen Promotionsquote von 80 Prozent eine Ausnahmestellung ein.
BWL – beliebtes Studienfach, geringe Promotionsquote
In der Biologie und der Medizin entscheiden sich jeweils 71 Prozent der Absolvent*innen für eine anschließende Promotion. In ingenieurwissenschaftlichen Fächern wie Maschinenbau/-wesen (24 %) oder Elektrotechnik (21 %) oder in den Sprach- und Kulturwissenschaften wie Geschichte (25 %) und Germanistik (19 %), jeweils ohne Lehramt-Studierende, wird dagegen deutlich seltener promoviert. In der Betriebswirtschaftslehre, dem beliebtesten Fach bei Studienanfänger*innen, promoviert nur rund jede*r zwanzigste Masterabsolvent*in.
Bei den berechneten Promotionsquoten gilt es allerdings zu berücksichtigen, dass auch Promotionen von Personen mit einfließen, die zuvor im Ausland oder in anderen Fächern als dem späteren Promotionsfach studiert haben.
Über die Auswertung:
Der DatenCHECK untersucht die Anzahl der Promotionen in Deutschland 2022-2024 in den verschiedenen Fächern an Universitäten, basierend auf den Angaben des Statistischen Bundesamtes. Cort-Denis Hachmeister ist Autor des DatenCHECKs 2/2026 „Promotionen an deutschen Hochschulen 2022 bis 2024“.
Cort-Denis Hachmeister
Senior Expert Datenanalyse
CHE Centrum für Hochschulentwicklung
Tel. 05241 9761-35
E-Mail cort-denis.hachmeister@che.de
Hachmeister, Cort-Denis: DatenCHECK 2/2026: Promotionen an deutschen Hochschulen 2022 bis 2024 (2026), CHE, Gütersloh – veröffentlicht am 22. Januar 2026 auf www.hochschuldaten.de
https://hochschuldaten.che.de/promotionen-an-deutschen-hochschulen-2022-bis-2024... - Link zum DatenCHECK
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
fachunabhängig
überregional
Forschungsergebnisse, Studium und Lehre
Deutsch

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